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Zungenbrecher: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein Zungenbrecher ist eine Folge von [[Wort|Wörtern]], die schwer zu sagen sind. Natürlich kann man sich die [[Zunge]] dabei nicht wirklich brechen. Aber stolpern kann man ganz schön. Ein bekanntes Beispiel ist:
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Ein Zungenbrecher ist eine Folge von [[Wort|Wörtern]], die schwer zu sagen sind. Die [[Zunge]] bricht man sich allerdings nicht. In vielen Sprachen denken sich die Menschen gern solche [[Satz|Sätze]] aus. Man kann wetten, ob man ihn richtig aussprechen kann, und oft sind die Sätze auch lustig. Ein Zungenbrecher kann aber auch aus Zufall entstehen.
  
„Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.
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Ein Zungenbrecher ist oft besonders schwierig für Menschen, die eine Sprache nicht als [[Muttersprache]] haben. Manche Zungenbrecher sind voller Laute, die für eine Sprache typisch sind. So haben die [[Schweden]] einen besonderen Sch-Laut, und im [[Polnische Sprache|Polnischen]] verwendet man oft viele [[Mitlaut|Mitlaute]] hintereinander.
  
Ab und zu wird auch ein [[Satz]] leicht umgestellt, wenn er wiederholt wird:
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== Wie funktioniert ein Zungenbrecher? ==
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Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Satz ein Zungenbrecher ist. Manchmal liegt es an den Mitlauten: Bei einem Wort mit vielen Mitlauten hintereinander muss man aufpassen, dass man keinen vergisst. Ein Beispiel ist das Wort „Strumpf“. Viele solcher Wörter machen einen Satz zum Zungenbrecher.
  
„Fischers Fritz fischt frische Fische. Frische Fische fischt Fischers Fritz.“
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Hinzu kommt oft noch, dass sich ähnliche Laute oder Lautverbindungen abwechseln. Man muss dann gut aufpassen, wann welche Laute dran sind: „Blaukraut bleibt Blaukraut, und Brautkleid bleibt Brautkleid.“ Statt blau sagt man leicht brau, und aus ei macht man beim Sprechen leicht au, oder umgekehrt. Ein anderes Beispiel ist: „Klitzekleine Katzen kotzen klitzekleine Kotze.“ Mal fängt ein Wort mit einfachem k an, mal mit kl. Man sagt sagt daher leicht „klotzen“ statt „kotzen“.
  
Hier ein noch ein paar Beispiele:
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Andere Zungenbrecher funktionieren dadurch, dass Wörter wiederholt werden müssen. Dabei verliert man den Überblick, auch, weil ein und dasselbe Wort unterschiedlich verwendet werden kann: „Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach.“ Hier ist „Fliegen“ mal die Mehrzahl des [[Hauptwort|Hauptwortes]] für ein Insekt, und mal ist es ein [[Verb|Zeitwort]].
  
* Schweizer Schwertschweisser schweissen Schweizer Schwerter. Schweizer Schwerter schweissen Schweizer Schwertschweisser.
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Wörter kann man manchmal in Silben aufteilen, und wenn man die Silben neu zusammensetzt, dann entsteht ein anderes Wort. Ein Beispiel ist der Satz: „Bringst du Opi Opium, bringt Opium Opi um.“ Opium ist ein gefährliches [[Rauschgift]].  
* Auf den sieben Robbenklippen sitzen sieben Robbensippen, die sich in die Rippen stippen, bis sie von den Klippen kippen.
 
* Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwitschern zwei Schwalben. Zwei Schwalben zwitschern zwischen zwei Zwetschenzweigen.
 
* Wenn du über den Lachs lachst, lacht der Lachs auch.
 
  
Zungenbrecher sind so schwer auszusprechen, weil die Wörter, die darin vorkommen, sich meistens sehr ähnlich anhören. Oft fängt jedes Wort mit demselben Laut an und ähnliche folgen darauf. Wenn es auch noch besonders schwer zu erzeugende Laute sind, kommt unser [[Gehirn]] nicht mit und wir verhaspeln uns.
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== Wie können Sätze auch noch lustig werden? ==
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Manche Sätze sind nicht ganz so schwierig auszusprechen. Sie sind trotzdem verwirrend, weil in ihnen ein Schlagreim oder ein anderes sprachliches Mittel vorkommt: „Er würgte eine Klapperschlang', bis ihre Klapper schlapper klang.“ Hier liegt es ebenfalls an der Wiederholung oder Ähnlichkeit, dass man ein wenig stutzt: „apper“ hört man in „Klapper“ und „schlapper“. So umgedreht verwendet ist es ein Schüttelreim.  
  
In manchen [[Sprache]]n gibt es besonders schwierige oder spezielle Laute. Dort hat man Zungenbrecher gebildet, wo diese auch noch besonders oft vorkommen: Wer zum Beispiel auf Schwedisch "Sieben seekranke Seemänner werden von sieben schönen Krankenschwestern gepflegt" sagen will, muss dabei fast jedes Wort mit einem speziellen "sch"-Laut anfangen, den es nur im Schwedischen gibt und der für viele Ausländer schwer zu erzeugen ist. [[Polnische Sprache|Polnisch]] dagegen hat viele verschiedene Zischlaute, und auch da gibt es Zungenbrecher, die diese so schnell aneinanderreihen, dass man es kaum aussprechen kann. Eines haben all diese Zungenbrecher gemein: Sie ergeben kaum einen Sinn. Niemand würde so einen Satz normalerweise sagen, man hat sie sich nur zum Spaß ausgedacht.
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Die Beispiele zeigen: In einem Zungenbrecher kann eine kleine Geschichte erzählt werden. Die Handlung ist manchmal etwas böse oder grausam. Trotzdem ist es lustig, wenn man die Handlung nicht besonders schlimm findet. Wenn kleine Katzen sich übergeben, dann ist das meist harmlos und niedlich. Die meisten Menschen kommen auch nie in die Nähe einer Klapperschlange, und die Schlange wird nur gewürgt und nicht unbedingt getötet.
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Einige Zungenbrecher bringen die Leute dazu, ein unanständiges Wort oder Schimpfwort zu sagen. Das versuchen sie zu vermeiden, und wenn sie es trotzdem sagen, wird es umso lustiger: „Schweizer Schwerter schweissen Schweizer Schwertschweisser.
  
 
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Version vom 13. Dezember 2020, 15:23 Uhr

Ein Zungenbrecher auf einer alten Postkarte aus Cottbus

Ein Zungenbrecher ist eine Folge von Wörtern, die schwer zu sagen sind. Die Zunge bricht man sich allerdings nicht. In vielen Sprachen denken sich die Menschen gern solche Sätze aus. Man kann wetten, ob man ihn richtig aussprechen kann, und oft sind die Sätze auch lustig. Ein Zungenbrecher kann aber auch aus Zufall entstehen.

Ein Zungenbrecher ist oft besonders schwierig für Menschen, die eine Sprache nicht als Muttersprache haben. Manche Zungenbrecher sind voller Laute, die für eine Sprache typisch sind. So haben die Schweden einen besonderen Sch-Laut, und im Polnischen verwendet man oft viele Mitlaute hintereinander.

Wie funktioniert ein Zungenbrecher?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Satz ein Zungenbrecher ist. Manchmal liegt es an den Mitlauten: Bei einem Wort mit vielen Mitlauten hintereinander muss man aufpassen, dass man keinen vergisst. Ein Beispiel ist das Wort „Strumpf“. Viele solcher Wörter machen einen Satz zum Zungenbrecher.

Hinzu kommt oft noch, dass sich ähnliche Laute oder Lautverbindungen abwechseln. Man muss dann gut aufpassen, wann welche Laute dran sind: „Blaukraut bleibt Blaukraut, und Brautkleid bleibt Brautkleid.“ Statt blau sagt man leicht brau, und aus ei macht man beim Sprechen leicht au, oder umgekehrt. Ein anderes Beispiel ist: „Klitzekleine Katzen kotzen klitzekleine Kotze.“ Mal fängt ein Wort mit einfachem k an, mal mit kl. Man sagt sagt daher leicht „klotzen“ statt „kotzen“.

Andere Zungenbrecher funktionieren dadurch, dass Wörter wiederholt werden müssen. Dabei verliert man den Überblick, auch, weil ein und dasselbe Wort unterschiedlich verwendet werden kann: „Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach.“ Hier ist „Fliegen“ mal die Mehrzahl des Hauptwortes für ein Insekt, und mal ist es ein Zeitwort.

Wörter kann man manchmal in Silben aufteilen, und wenn man die Silben neu zusammensetzt, dann entsteht ein anderes Wort. Ein Beispiel ist der Satz: „Bringst du Opi Opium, bringt Opium Opi um.“ Opium ist ein gefährliches Rauschgift.

Wie können Sätze auch noch lustig werden?

Manche Sätze sind nicht ganz so schwierig auszusprechen. Sie sind trotzdem verwirrend, weil in ihnen ein Schlagreim oder ein anderes sprachliches Mittel vorkommt: „Er würgte eine Klapperschlang', bis ihre Klapper schlapper klang.“ Hier liegt es ebenfalls an der Wiederholung oder Ähnlichkeit, dass man ein wenig stutzt: „apper“ hört man in „Klapper“ und „schlapper“. So umgedreht verwendet ist es ein Schüttelreim.

Die Beispiele zeigen: In einem Zungenbrecher kann eine kleine Geschichte erzählt werden. Die Handlung ist manchmal etwas böse oder grausam. Trotzdem ist es lustig, wenn man die Handlung nicht besonders schlimm findet. Wenn kleine Katzen sich übergeben, dann ist das meist harmlos und niedlich. Die meisten Menschen kommen auch nie in die Nähe einer Klapperschlange, und die Schlange wird nur gewürgt und nicht unbedingt getötet.

Einige Zungenbrecher bringen die Leute dazu, ein unanständiges Wort oder Schimpfwort zu sagen. Das versuchen sie zu vermeiden, und wenn sie es trotzdem sagen, wird es umso lustiger: „Schweizer Schwerter schweissen Schweizer Schwertschweisser.“



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