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Tibet

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Version vom 4. Dezember 2018, 13:32 Uhr von Josef Först (Diskussion | Beiträge)

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Im Potala-Palast wohnte früher der Dalai Lama. Der Dalai Lama ist so etwas wie ein Papst für die Buddhisten in Tibet. Der Potala-Palast steht auf dem Roten Berg in der tibetischen Hauptstadt Lhasa.

Tibet ist ein Gebiet in China und nimmt ein Achtel der Fläche Chinas ein. Es ist fast sechsmal so groß wie Deutschland. Aber in dem großen Gebiet wohnen weniger Menschen als in Berlin.

Tibet liegt im Himalaya. Alle Städte liegen höher als die meisten Berge in den Alpen. Deshalb ist die Luft dort sehr dünn. Die höchsten Berge der Erde liegen in Tibet. Der höchste davon ist der Mount Everest.

Warum ist Tibet so wichtig?

Da Tibet so hoch liegt, gibt es dort so viele Gletscher. Das Wasser aus den Gletschern sammelt sich zu Flüssen. Die wichtigsten davon sind der Indus in Pakistan, der Ganges in Indien, der Brahmaputra in Bangladesch und der Mekong in Südostasien. Wenn durch den Klimawandel die Gletscher in Tibet abschmelzen, bekommen diese Flüsse nach und nach immer weniger Wasser.

Was geschah früher in Tibet?

Zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert war Tibet ein starkes, kriegerisches Reich. Dann wurde es zusammen mit China ein Teil des mongolischen Reichs. Als in China im Jahr 1911 der Kaiser abgesetzt wurde, erklärte sich Tibet für unabhängig.

Die chinesische Regierung behauptet, dass Tibet seit mehreren Jahrhunderten zu China gehöre. Tibeter sagen aber, dass sie gar nicht zu China gehören wollen. Tibet war ein rückständiges Land. Die Klöster besaßen das meiste Land und verlangten von den Menschen Abgaben. Es gab in Tibet fast nichts, was die Chinesen brauchen konnten. Deshalb gingen auch nicht viele Chinesen nach Tibet. Im Jahr 1950 gab es dort nur sechs Ausländer, darunter zwei Österreicher. Dann marschierte die chinesische Armee ein und besetzte das Land. Der Dalai Lama floh nach Indien und ist seitdem nicht mehr in seine Heimat zurückgekommen.

In den Jahren danach haben Chinesen fast alle Klöster in Tibet zerstört. Sie sagen aber, dass sie Tibet auch modernisiert hätten. So haben die Chinesen eine Eisenbahn nach Tibet gebaut und moderne Technik eingeführt.

Wer hat in Tibet das Sagen?

Tibeter beklagen, dass die chinesische Regierung allein entscheidet, was in ihrem Land passiert. Deshalb möchten sie einen eigenen Staat. Das möchten aber die Chinesen nicht. Wenn Tibet unabhängig wäre, hätte China einen großen Teil des Landes verloren. Aus Tibet kommen auch die wichtigsten Flüsse Chinas, der Jangtse und der Gelbe Fluss. Wenn die Tibeter Staudämme bauen würden bekämen die Chinesen nicht mehr so viel Wasser.

Tibet hat viele Freunde im Ausland. Wenn der Dalai Lama nach Europa oder andere Länder reist, wird er meistens begeistert empfangen. Das ärgert aber die chinesische Regierung. Sie protestiert dann immer bei der jeweiligen Regierung. Deshalb getrauen sich manche Politiker nicht, den Dalai Lama als Gast zu empfangen.



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