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Telegrafie

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Mit diesem Gerät konnte man sogenannte „Morsezeichen“ senden. Dabei werden alle Buchstaben in kurz und lange Töne verschlüsselt.
Ein optischer Zeigertelegraf hat die Botschaften über verschiedene Zeigerstellungen übermittelt.

Telegrafie ist eine Technik zur Übermittlung von Nachrichten. Im Mittelalter wurden Nachrichten durch Boten oder durch Postreiter überbracht. Das dauerte natürlich recht lange. Telegrafie war die erste Möglichkeit, Nachrichten über große Entfernungen mit Hilfe von technischen Geräten schnell zu übermitteln. Die ersten Telegraphen nutzten Signale, die man über große Entfernungen sehen oder hören konnte. Später kam es zur Entwicklung elektrischer Telegraphen. Diese nutzen eine elektrische Leitung oder eine Funkverbindung als Übertragungskanal.

Was ist „optische Telegrafie“?

Im Jahr 1792 machten die französischen Brüder Chappe eine Erfindung, die man heute „optische Telegrafie“ nennt: Sie stellten auf Gebäuden oder Bergen weithin sichtbare Signalarme auf. Die Arme konnte man in verschiedene Stellungen bringen. Jede Stellung bedeutete einen bestimmten Buchstaben oder eine bestimmte Zahl. Die Information konnte so von einer Station zur nächsten weitergegeben werden. Dabei mussten sich die Stationen in Sichtweite befinden. In Frankreich gab es damals über 500 solcher Stationen. Überall brauchte man Menschen, die diese Stationen bedienen und die Signale entschlüsseln konnten.

Was bewirkte die Elektrizität?

Schon wenige Jahre später führte der spanische Physiker Francesc Salvà i Campillo seinen elektrischen Telegrafen vor. Bei dieser Erfindung wurden die Nachrichten elektrisch über ein Kabel übertragen. Salva hatte damals schon die Idee, dass die Signale irgendwann sogar ohne Kabel übertragen werden könnten.

In der Zeit um 1830 gab es auch die ersten Eisenbahnstrecken. Die Eisenbahn war sehr an schneller Nachrichtenübermittlung interessiert. Auch die Elektrizität wurde in dieser Zeit immer besser erforscht. Nun haben sich sehr viele Leute damit beschäftigt, wie man die Elektrizität für die Telegrafie nutzen kann. Der bekannteste ist wohl der Amerikaner Samuel Morse. Heute kennen wir Morse vor allem durch das Morsealphabet, das nach ihm benannt wurde.

Die Telegrafie ohne Kabel, also die drahtlose Telegrafie wurde erst 1898 durch den Physiker Ferdinand Braun. Seine erste Anlage in Frankreich wurde schnell weiterentwickelt und verbessert. Später hat dann das Telefon die Telegrafie abgelöst. Heute nutzen wir Mobilfunk und Internet zur schnellen Nachrichtenübermittlung.

Was bedeutet „morsen“?

Eine berühmte Sängerin ließ sich 1918 dabei fotografieren, wie sie telegrafierte. Das sollte damals zeigen, wie einfach es ist.

Samuel Morse war ein Mann, der über die elektrische Telegrafie nachgedacht hat. Er hat auch selbst einen Telegrafen gebaut. Es werden beim telegrafieren kurze oder lange Signale mit Pausen dazwischen übertragen. Das nennt man auch morsen. Lange Zeit war es nicht so einfach, ein empfangenes Signal in Buchstaben zu übersetzen, da es viele verschiedene Alphabete gab und die Länge der Signale nicht einheitlich war.

Ein Buchstabe oder eine Zahl wird beim Morsen zu einer bestimmten Folge von kurzen oder langen Signalen. So bedeuten drei kurze Signale schnell hintereinander den Buchstaben S. Drei lange Signale schnell hintereinander bedeuten ein O. Dreimal kurz, dreimal lang und wieder dreimal kurz bedeutet also SOS. Das ist ein internationales Notsignal. Man schreibt es als Morsecode auch: ⋅ ⋅ ⋅ – – – ⋅ ⋅ ⋅





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