Staat: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:HH Polizeihauptmeister MZ.jpg|mini|Ein [[Polizei|Polizist]] aus [[Hamburg]]. Er arbeitet für den Staat.]]
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[[Datei: UN Members Flags2.JPG|mini|Beim Gebäude der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]]: Jede [[Flagge]]n ist für jeweils einen anderen Staat da. Es gibt fast 200 [[Staaten der Erde|Staaten auf der Welt]].]]
Deutschland, Österreich oder die Schweiz sind ein Staat. Mit einem Staat meint man ein Land, in dem Menschen leben die sich gemeinsame Regeln geben, das heisst dann [[Gesetz]]. Da es gar nicht so einfach ist 80 Millionen Leute unter einen Hut zu bekommen wie in Deutschland, ist der Staat normalerweise aufgeteilt. In Bundesländer, Landkreise, Kantone, oder wie das auch je nach Staat heissen mag. Die kleinste Einheit ist die Gemeinde. Regeln können dann auch unterschiedlich sein für so einen Teil.
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Mit einem Staat meint man ein Land und die [[Mensch]]en, die darin wohnen. Dazu gehören auch ihre gemeinsamen Regeln und die Menschen, welche die Regeln erstellen und dafür sorgen, dass ihnen nachgelebt wird. Beispiele von Staaten sind [[Deutschland]], [[Österreich]], die [[Schweiz]], [[Frankreich]], [[Italien]] und so weiter. Insgesamt gibt es auf der Erde knapp 200 Staaten. Alle [[Staaten der Erde]] sind [[Staaten der Erde|hier]] aufgelistet.
  
Aber auch eine Regel zu machen ist nicht so einfach wenn 80 Millionen Leute mitreden wollen. Deshalb haben die Menschen sich ausgedacht dass Vertreter für sie sich darum kümmern. Ab und zu ist das in der Vergangenheit aus dem Ruder gelaufen und diese Vertreter sind so selbständig geworden dass sie die Menschen gar nicht mehr gefragt haben. Wenige Leute oder ein einzelner hat sich dann die Regeln für alle ausgedacht. Diese Person heisst dann Diktator, König oder Kaiser.
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In der Fachsprache nennt man das Land das „Staatsgebiet“. Die Menschen sind die [[Einwohner]] oder das „Staatsvolk“. Das dritte ist die „Staatsgewalt“. Das sind die Regierung mit dem Regierungs-Chef, das Parlament, die Gerichte, aber auch die Polizei und das Militär. Einige [[Wissenschaft]]ler nehmen als viertes Element noch die Verfassung und die Gesetze hinzu.
  
Damit die Regeln eingehalten werden, bezahlen die Leute im Staat [[Geld]], die Steuern. Damit wird die Polizei gezahlt die aufpasst dass alle die Regeln einhalten. Die Steuern werden auch für anderes gemeinsames ausgegeben. Zum Beispiel für Straßen, [[Schule|Schulen]].
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Es dauerte lange, bis dich die heutigen Staaten gebildet hatten. Am Anfang waren [[Dorf|Dörfer]] und [[Stadt|Städte]]. Die schlossen sich freiwillig zusammen oder ein Herrscher befahl es. Andere wurden auch im [[Krieg]] erobert. So entstanden Landkreise, [[Kanton]]e, [[Bundesland|Bundesländer]] und eben die heutigen Staaten. Oft wurden herkömmliche Einteilungen auch umgestoßen und neu festgelegt.
  
== Woran erkennt man einen Staat? ==
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Es gibt einige [[Tierart]]en, die ebenfalls Staaten bilden. Sie organisieren sich und bilden eine Gemeinschaft, in der Arbeiten und Pflichten auf alle verteilt sind. Nur so können sie überleben. Zu diesen [[Tierarten]] gehören vor allem [[Insekten]] wie die [[Bienen]], die [[Ameise]]n und die [[Wespe]]n. Die Wissenschaftler haben immer noch nicht herausgefunden, wie das genau funktioniert.
[[Datei:Baustelle vom Autobahndreieck Kreuz Barnim 20130302 by euroluftbild.de.jpg|mini|Hier wird an einer [[Autobahn]] gebaut. Dafür sorgt der Staat.]]
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Viele Wissenschaftler haben sich gefragt, woraus ein Staat eigentlich besteht. Einen Staat kann man nicht anfassen, sehen oder riechen. Aber man sieht, was der Staat macht, etwa eine Schule, die vom Staat gebaut worden ist. Wirklich gebaut wurde die Schule von Bauarbeitern, aber der Staat hat das Geld dafür gegeben. Das Geld gegeben hat der Staat, oder genauer gesagt: Diejenigen, die im Staat darüber bestimmen dürfen, haben das Geld gegeben. Aber von wem kommt das Geld? Das meiste Geld des Staates wird von den Einwohnern bezahlt, als Steuern. „Staat“ heißt letztlich: Jemand trifft Entscheidungen, die für alle Menschen Folgen haben.
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Zu einem Staat gehören drei Dinge: das Staatsgebiet, das Staatsvolk und die Staatsgewalt. Das Staatsgebiet ist das Land, wo das Staatsvolk wohnt und die Staatsgewalt etwas bestimmen kann. Das Staatsvolk sind die Menschen, die dort wohnen und zum Beispiel das [[Parlament]] wählen dürfen. [[Tourist]]en, die irgendwo zusammen Urlaub machen, sind kein Staatsvolk.
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==Was gehört zu einem Staat?==
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[[Datei:Obama Health Care Speech to Joint Session of Congress.jpg|mini|Viele Staaten sind Republiken. Sie haben ein Parlament, wie hier die [[USA]].]]
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Außer dem Land und den Menschen braucht es eine Verfassung und [[Gesetz]]e. Die machen aus dem Staat einen Rechtsstaat. Dies bedeutet, dass die Rechte klar sind und nicht einfach der Stärkere herrschen kann. Es ist also klar, wer in welchem Bereich wie viel zu sagen hat.
  
Die Staatsgewalt schließlich stellt Regeln auf und sorgt dafür, dass die Regeln eingehalten werden. Außerdem kümmert die Staatsgewalt sich darum, dass dasjenige erledigt wird, das für alle wichtig ist. Ein wichtiger Teil der Staatsgewalt ist die [[Regierung]].
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Jeder Staat hat eine Staatsform. Das ist oft eine [[Republik]], da gibt es eine [[Regierung]] mit einem Präsidenten und ein [[Parlament]], das sind die Vertreter des Volkes. Gibt es in diesem Land zusätzlich noch einen [[König]], dann ist die Staatsform eine [[Monarchie]]. Hat nur einer allein das Sagen, dann ist es eine [[Diktator|Diktatur]].
  
Manche Leute behaupten, dass sie einen Staat gegründet hätten. So einfach geht das aber nicht. Normalerweise erkennt kein anderer Staat so eine Gruppe als Staat an. In manchen Fällen streitet man sich aber, ob es in einem bestimmten Gebiet tatsächlich einen neuen Staat gibt. Manche Staaten erkennen dessen Regierung an, andere nicht.
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Jeder Staat hat auch eine Regierungsform. Die Regierungsform beantwortet die Frage: „Wie viel haben [[Volk]], [[Gericht]], [[Regierung]], Parlament und vielleicht sogar der König zu bestimmen?“ Das kann sehr verschieden sein. Alle Staaten in [[Europa]] haben eine [[Demokratie]], man sagt auch: eine demokratische Regierungsform.
  
== Wie funktioniert ein Staat? ==
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==Was ist eine Verfassung?==
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[[Datei:Bundesbrief2.jpg|mini|Diesen Bundesbrief kann man als die erste Verfassung der Schweiz ansehen. Sie wurde jedoch immer wieder durch neuere Verfassungen ersetzt.]]
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In einer Verfassung stehen die obersten Regeln für einen Staat. In der Schweiz heißt sie „Bundesverfassung der Schweizerischen [[Eidgenossenschaft]]“. In Deutschland heißt sie „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“. Die „Österreichische Bundesverfassung“ ist kein einheitlicher [[Text]], sondern sie besteht aus vier unabhängigen Teilen, die sich gegenseitig ergänzen.
  
Fast jedes Stückchen Erde gehört zu einem bestimmten Staat. In der Mitte von [[Europa]] gibt es zum Beispiel ein Gebiet, das das Staatsgebiet von [[Österreich]] ist. Österreich ist der Name des Landes. Der Staat Österreich hat dann noch einen eigenen Namen: „Republik Österreich“. [[Republik]] heißt so viel wie Staat oder Gemeinwesen. Wenn man das mit einem Menschen vergleichen würde, dann wäre das Land die Wohnung und auf der Türklingel steht der Name des Staates.
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Die Verfassung regelt, wie der Staat aufgebaut ist. Zudem ist das Staatsgebiet beschrieben. Dazu gehört auch, wer das Staatsvolk ausmacht: Alle [[Einwohner]] oder nur wer im Land geboren ist? Alle, deren [[Eltern]] auch schon zum Staatsvolk gehörten? Gibt es auch die Möglichkeit für andere Menschen, Staatsbürger zu werden, also sich [[Einbürgerung|einbürgern]] zu lassen? Zudem sind die Rechte und Pflichten aller Menschen festgehalten, die im Staat wohnen.
  
In Österreich leben viele Menschen. Die können sich nicht jeden Tag treffen und zusammen besprechen, was die Republik Österreich tun soll. Darum gibt es ein Parlament und eine Regierung.
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Die Verfassung beschreibt auch die Staatsform und die Regierungsform. Auch die drei Staatsgewalten sind in der Verfassung festgehalten. Dazu kommen Angaben darüber, wie der Staat gegliedert ist: Gibt es Teilstaaten, [[Bundesstaat]]en, Bundesländer, Kantone, Distrikte, Bezirke, Kommunen oder was auch immer? Zudem gehört in die Verfassung, welche Aufgaben ihnen zustehen. Wer ist beispielsweise zuständig für den Bau von [[Autobahn]]en, [[Krankenhaus|Krankenhäusern]] oder [[Schule]]n?
  
Das Parlament trifft wichtige Entscheidungen. Es bestimmt, wer wie viele Steuern zahlen muss, und macht [[Gesetz]]e. In so einem Gesetz steht zum Beispiel, dass man nicht stehlen darf. Die Regierung stellt Polizisten und Richter ein, die dafür sorgen, dass Diebe bestraft werden.
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Auch die Beziehung zu anderen Staaten ist in der Verfassung geregelt. Ist der Staat [[Neutralität|neutral]] oder gehört er zu einem militärischen Bündnis? Gehört er zu einem Wirtschaftsgebiet wie der [[Europäische Union|Europäischen Union]]? Übrigens hat auch die Europäische Union eine Verfassung.  
  
== Was für Staaten gibt es? ==
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==Welches sind die drei Staatsgewalten?==
[[Datei:UN Members Flags2.JPG|mini|Beim Gebäude der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]]: Flaggen, die für jeweils einen Staat stehen.]]
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[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F083310-0001, Karlsruhe, Bundesverfassungsgericht.jpg|mini|Richter sind im Amt oft an ihrer besonderen Kleidung zu erkennen. Richter sollen gerecht und unabhängig sein.]]
Manche Staaten haben ein großes Gebiet, andere ein sehr kleines. In manchen Staaten leben viele Menschen, in anderen eher wenige. Die [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] sind der Verein von Staaten auf der Erde: Fast alle Staaten gehören ihm an, das sind zur [[Zeit]] etwa 200.
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Zu einem Staat gehören sehr viele Menschen. Sie können sich treffen und alles miteinander besprechen. Deshalb haben die Menschen sich ausgedacht, dass Vertreter für sie sich darum kümmern. Das sind Regierung, das Parlament und die Gerichte. Diese drei sind die drei Staatsgewalten.
  
Wenn man sich Staaten genauer anschaut, erkennt man Unterschiede bei der Staatsgewalt. Eine [[Demokratie]] ist ein Staat, in dem das Staatsvolk letzten Endes entscheidet. Die Menschen, die dazugehören, können wählen und bestimmen, wer im Parlament und in der Regierung sitzt. Wenn die Menschen unzufrieden sind, wählen sie andere Leute in das Parlament und in die Regierung.
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Das Volk wählt das [[Parlament]]. Das Parlament legt fest, wie viel Geld der Staat für welchen Zweck ausgeben darf und wie hoch die [[Steuer]]n dafür sein sollen. Das Parlament beschließt auch neue Gesetze oder schafft alte Gesetze ab. In der [[Schweiz]] kann das Volk manchmal über Gesetze bestimmen, aber nicht über die Höhe der [[Steuer]]n.
  
In anderen Staaten gibt es auch eine Staatsgewalt. Dort bestimmt aber nur eine einzelne Person, oder eine kleine Gruppe, was passiert. Normalerweise spricht man dann von einer Diktatur. Wenn in so einem Staat das Staatsvolk unzufrieden ist, kann es kaum etwas am Parlament und an der Regierung ändern. Wer das versucht, kriegt großen Ärger mit der Staatsgewalt.
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Die Regierung tut das, was das Parlament beschlossen hat. Sie unterhält zum Beispiel eine [[Armee]] und die [[Polizei]]. Sie lässt Schulen und Krankenhäuser bauen und vieles mehr. In der Schweiz wählt das Parlament die Regierung, den [[Bundesrat]]. In Deutschland wird nur der Chef der Regierung vom Parlament gewählt, das ist im Moment [[Bundeskanzler]]in [[Angela Merkel]], die auch die [[Minister]] in ihrer Regierung bestimmt. In [[Österreich]] wird der Bundeskanzler vom [[Bundespräsident]]en ernannt. Auch der österreichische Bundeskanzler oder die östereichische Bundeskanzlerin stellt eine Regierung für das Land zusammen. Die Schweiz hat übrigens auch einen Bundeskanzler, er ist aber kein Mitglied der Regierung, sondern ein [[Beamter]], der die Regierung unterstützt.
  
== Sind Staaten gut oder schlecht? ==
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Die dritte Staatsgewalt ist das [[Gericht]]. Wenn ein Gesetz nicht eingehalten wird, kann ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen beim Gericht ein Urteil verlangen. Das Gericht garantiert auch die Einhaltung der [[Menschenrechte]] und der [[Kinderrechte]].
Viele Leute finden es in Ordnung, dass es Staaten gibt. Die Staatsgewalt passt nämlich auf, dass es gute Regeln gibt, an die sich alle halten müssen. Wenn jemand etwas Böses macht, wird er bestraft. Der Staat schützt also die Menschen vor anderen, bösen Menschen.  
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Manche aber meinen, dass Staaten an sich etwas Schlechtes seien. Sie sagen, dass Staaten abgeschafft werden sollten, damit die Menschen machen können, was sie wollen. Wenn jemand etwas Böses macht, dann sollen ihn andere Menschen daran hindern, aber kein Staat.
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Die Gewaltentrennung bedeutet, das Parlament, Regierung und Gericht unabhängig voneinander arbeiten können. Sie dürfen sich also nicht dreinreden. Wenn das Gericht beispielsweise feststellt, dass ein Gesetz der Verfassung widerspricht, dann muss das Parlament das Gesetz ändern.
  
Die Frage lautet also: Auf welche Weise kann man die Menschen am besten beschützen? Die meisten Menschen finden, dass es Staaten geben soll, dass aber nicht eine Person oder wenige alles alleine entscheiden dürfen. Wie genau aber soll entschieden werden? Und was soll der Staat überhaupt tun? Dazu haben die Menschen oft sehr verschiedene Meinungen.  
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==Machen die Menschen in einem Staat alles gemeinsam?==
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[[Datei:Straßenreinigung nach der Kölner Parade zum Christopher Street Day (7861).jpg|mini|Die Straßenreinigung und die [[Müll]]abfuhr sind meist Aufgaben der Gemeinden.]]
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Jeder Staat hat mal klein angefangen, meist mit einem Dorf oder einer Stadt, das sind die [[Gemeinde]]n. Mehrere Gemeinden zusammen ergeben Bezirke, Kantone, Landkreise und Bundesländer. Diese [[Name]]n sind je nach Land verschieden.
  
== Gibt es Staaten bei Tieren? ==
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In jedem Staat ist festgelegt, welche Aufgaben die Gemeinden, Bezirke, [[Kanton]]e, Landkreise oder [[Bundesland|Bundesländer]] haben. Sofern sie nicht zu klein sind, haben sie ein eigenes Parlament, aber auch eine eigene Regierung und ein Gericht. Sie bestimmen also auch über ihr Geld.
Es gibt einige [[Tierart]]en, die ebenfalls Staaten bilden. Sie organisieren sich und bilden eine Gemeinschaft, in der Arbeiten und Pflichten auf alle verteilt sind. Nur so können sie überleben. Zu diesen Tierarten gehören vor allem [[Insekten]] wie die [[Bienen]], die Ameisen und die Wespen. Die Wissenschaftler haben immer noch nicht herausgefunden, wie das genau funktioniert.
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Nehmen wir als Beispiel einen Bürger der Stadt [[Zürich]]: Er kann das Parlament und die Regierung in seiner Stadt und im Kanton wählen. Im Land wählt er nur die Abgeordneten des Parlaments.
[[Kategorie:Klexikon-Artikel]]
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Typische Aufgaben der Gemeinden sind der Unterhalt der eigenen [[Straße]]n, die Beseitigung von [[Müll]], der Betrieb von Schwimmbädern und so weiter. Typische Staatsaufgaben sind die Armee oder die Verhandlungen mit anderen Ländern. Schulen und Krankenhäuser liegen oft irgendwo dazwischen. Die Schweiz hat beispielsweise noch die eigene [[Währung]]. Die Staaten der [[Europäische Union|Europäischen Union]] legen ihre Währung und viele andere Dinge gemeinsam fest.
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==Wie gehen Staaten miteinander um?==
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[[Datei:CountriesRecognizingKosovo.svg|mini|Die grün markierten Länder haben die Republik Kosovo anerkannt.]]
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Zuerst einmal muss ein Staat den anderen anerkennen. Er ist also damit einverstanden, dass es den anderen Staat zu Recht gibt, mit seinen Grenzen und seiner Regierung. Dies ist zwar oft selbstverständlich, aber nicht immer. Ein Beispiel: Die Republik [[Kosovo]] gibt es erst seit dem Jahr 2008. Viele Staaten haben seither den Kosovo anerkannt. Nicht anerkannt hat ihn der Nachbar [[Serbien]], aber auch andere europäische Staaten wie [[Spanien]] oder [[Griechenland]].
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Nach der Anerkennung vereinbaren die beiden Partnerländer, wie sie miteinander umgehen wollen. Sie liefern sich beispielsweise [[Elektrizität|elektrischen Strom]] oder [[Gas]] und handeln mit vielen anderen Gütern. Jedes Land darf auch beim anderen ein oder mehrere eigene Büros unterhalten. Da können die Leute hingehen, wenn sie beispielsweise im Nachbarland ihren Pass verloren haben. Solche Büros nennt man „Konsulate“. In der [[Hauptstadt]] eines Staates können andere Staaten Botschaften unterhalten. Sie haben mehr Befugnisse als Konsulate.
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Die meisten Staaten haben sich zu einem [[Verein]] zusammengeschlossen. Der nennt sich [[Vereinte Nationen]]. Fast alle Staaten gehören ihm an, das sind zur [[Zeit]] knapp 200. Auf [[Englisch]] heißt er „United Nations“ oder „United Nations Organisation“, abgekürzt UN oder UNO. Kein Staat ist jedoch verpflichtet, der UNO beizutreten. Auch gibt es einige Staaten, die nicht alle anderen als eigenen Staat anerkennen. Das war zum Beispiel am Anfang bei [[Kosovo]] so. Auch die Sache mit [[Palästina]] und [[Taiwan]] sehen nicht alle Staaten gleich. Deshalb lässt sich die Anzahl der Staaten nicht ganz genau bestimmen.
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[[Kategorie:Politik und Gesellschaft]]

Aktuelle Version vom 17. Oktober 2019, 11:01 Uhr

Beim Gebäude der Vereinten Nationen: Jede Flaggen ist für jeweils einen anderen Staat da. Es gibt fast 200 Staaten auf der Welt.

Mit einem Staat meint man ein Land und die Menschen, die darin wohnen. Dazu gehören auch ihre gemeinsamen Regeln und die Menschen, welche die Regeln erstellen und dafür sorgen, dass ihnen nachgelebt wird. Beispiele von Staaten sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Italien und so weiter. Insgesamt gibt es auf der Erde knapp 200 Staaten. Alle Staaten der Erde sind hier aufgelistet.

In der Fachsprache nennt man das Land das „Staatsgebiet“. Die Menschen sind die Einwohner oder das „Staatsvolk“. Das dritte ist die „Staatsgewalt“. Das sind die Regierung mit dem Regierungs-Chef, das Parlament, die Gerichte, aber auch die Polizei und das Militär. Einige Wissenschaftler nehmen als viertes Element noch die Verfassung und die Gesetze hinzu.

Es dauerte lange, bis dich die heutigen Staaten gebildet hatten. Am Anfang waren Dörfer und Städte. Die schlossen sich freiwillig zusammen oder ein Herrscher befahl es. Andere wurden auch im Krieg erobert. So entstanden Landkreise, Kantone, Bundesländer und eben die heutigen Staaten. Oft wurden herkömmliche Einteilungen auch umgestoßen und neu festgelegt.

Es gibt einige Tierarten, die ebenfalls Staaten bilden. Sie organisieren sich und bilden eine Gemeinschaft, in der Arbeiten und Pflichten auf alle verteilt sind. Nur so können sie überleben. Zu diesen Tierarten gehören vor allem Insekten wie die Bienen, die Ameisen und die Wespen. Die Wissenschaftler haben immer noch nicht herausgefunden, wie das genau funktioniert.

Inhaltsverzeichnis

Was gehört zu einem Staat?

Viele Staaten sind Republiken. Sie haben ein Parlament, wie hier die USA.

Außer dem Land und den Menschen braucht es eine Verfassung und Gesetze. Die machen aus dem Staat einen Rechtsstaat. Dies bedeutet, dass die Rechte klar sind und nicht einfach der Stärkere herrschen kann. Es ist also klar, wer in welchem Bereich wie viel zu sagen hat.

Jeder Staat hat eine Staatsform. Das ist oft eine Republik, da gibt es eine Regierung mit einem Präsidenten und ein Parlament, das sind die Vertreter des Volkes. Gibt es in diesem Land zusätzlich noch einen König, dann ist die Staatsform eine Monarchie. Hat nur einer allein das Sagen, dann ist es eine Diktatur.

Jeder Staat hat auch eine Regierungsform. Die Regierungsform beantwortet die Frage: „Wie viel haben Volk, Gericht, Regierung, Parlament und vielleicht sogar der König zu bestimmen?“ Das kann sehr verschieden sein. Alle Staaten in Europa haben eine Demokratie, man sagt auch: eine demokratische Regierungsform.

Was ist eine Verfassung?

Diesen Bundesbrief kann man als die erste Verfassung der Schweiz ansehen. Sie wurde jedoch immer wieder durch neuere Verfassungen ersetzt.

In einer Verfassung stehen die obersten Regeln für einen Staat. In der Schweiz heißt sie „Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft“. In Deutschland heißt sie „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“. Die „Österreichische Bundesverfassung“ ist kein einheitlicher Text, sondern sie besteht aus vier unabhängigen Teilen, die sich gegenseitig ergänzen.

Die Verfassung regelt, wie der Staat aufgebaut ist. Zudem ist das Staatsgebiet beschrieben. Dazu gehört auch, wer das Staatsvolk ausmacht: Alle Einwohner oder nur wer im Land geboren ist? Alle, deren Eltern auch schon zum Staatsvolk gehörten? Gibt es auch die Möglichkeit für andere Menschen, Staatsbürger zu werden, also sich einbürgern zu lassen? Zudem sind die Rechte und Pflichten aller Menschen festgehalten, die im Staat wohnen.

Die Verfassung beschreibt auch die Staatsform und die Regierungsform. Auch die drei Staatsgewalten sind in der Verfassung festgehalten. Dazu kommen Angaben darüber, wie der Staat gegliedert ist: Gibt es Teilstaaten, Bundesstaaten, Bundesländer, Kantone, Distrikte, Bezirke, Kommunen oder was auch immer? Zudem gehört in die Verfassung, welche Aufgaben ihnen zustehen. Wer ist beispielsweise zuständig für den Bau von Autobahnen, Krankenhäusern oder Schulen?

Auch die Beziehung zu anderen Staaten ist in der Verfassung geregelt. Ist der Staat neutral oder gehört er zu einem militärischen Bündnis? Gehört er zu einem Wirtschaftsgebiet wie der Europäischen Union? Übrigens hat auch die Europäische Union eine Verfassung.

Welches sind die drei Staatsgewalten?

Richter sind im Amt oft an ihrer besonderen Kleidung zu erkennen. Richter sollen gerecht und unabhängig sein.

Zu einem Staat gehören sehr viele Menschen. Sie können sich treffen und alles miteinander besprechen. Deshalb haben die Menschen sich ausgedacht, dass Vertreter für sie sich darum kümmern. Das sind Regierung, das Parlament und die Gerichte. Diese drei sind die drei Staatsgewalten.

Das Volk wählt das Parlament. Das Parlament legt fest, wie viel Geld der Staat für welchen Zweck ausgeben darf und wie hoch die Steuern dafür sein sollen. Das Parlament beschließt auch neue Gesetze oder schafft alte Gesetze ab. In der Schweiz kann das Volk manchmal über Gesetze bestimmen, aber nicht über die Höhe der Steuern.

Die Regierung tut das, was das Parlament beschlossen hat. Sie unterhält zum Beispiel eine Armee und die Polizei. Sie lässt Schulen und Krankenhäuser bauen und vieles mehr. In der Schweiz wählt das Parlament die Regierung, den Bundesrat. In Deutschland wird nur der Chef der Regierung vom Parlament gewählt, das ist im Moment Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auch die Minister in ihrer Regierung bestimmt. In Österreich wird der Bundeskanzler vom Bundespräsidenten ernannt. Auch der österreichische Bundeskanzler oder die östereichische Bundeskanzlerin stellt eine Regierung für das Land zusammen. Die Schweiz hat übrigens auch einen Bundeskanzler, er ist aber kein Mitglied der Regierung, sondern ein Beamter, der die Regierung unterstützt.

Die dritte Staatsgewalt ist das Gericht. Wenn ein Gesetz nicht eingehalten wird, kann ein Mensch oder eine Gruppe von Menschen beim Gericht ein Urteil verlangen. Das Gericht garantiert auch die Einhaltung der Menschenrechte und der Kinderrechte.

Die Gewaltentrennung bedeutet, das Parlament, Regierung und Gericht unabhängig voneinander arbeiten können. Sie dürfen sich also nicht dreinreden. Wenn das Gericht beispielsweise feststellt, dass ein Gesetz der Verfassung widerspricht, dann muss das Parlament das Gesetz ändern.

Machen die Menschen in einem Staat alles gemeinsam?

Die Straßenreinigung und die Müllabfuhr sind meist Aufgaben der Gemeinden.

Jeder Staat hat mal klein angefangen, meist mit einem Dorf oder einer Stadt, das sind die Gemeinden. Mehrere Gemeinden zusammen ergeben Bezirke, Kantone, Landkreise und Bundesländer. Diese Namen sind je nach Land verschieden.

In jedem Staat ist festgelegt, welche Aufgaben die Gemeinden, Bezirke, Kantone, Landkreise oder Bundesländer haben. Sofern sie nicht zu klein sind, haben sie ein eigenes Parlament, aber auch eine eigene Regierung und ein Gericht. Sie bestimmen also auch über ihr Geld.

Nehmen wir als Beispiel einen Bürger der Stadt Zürich: Er kann das Parlament und die Regierung in seiner Stadt und im Kanton wählen. Im Land wählt er nur die Abgeordneten des Parlaments.

Typische Aufgaben der Gemeinden sind der Unterhalt der eigenen Straßen, die Beseitigung von Müll, der Betrieb von Schwimmbädern und so weiter. Typische Staatsaufgaben sind die Armee oder die Verhandlungen mit anderen Ländern. Schulen und Krankenhäuser liegen oft irgendwo dazwischen. Die Schweiz hat beispielsweise noch die eigene Währung. Die Staaten der Europäischen Union legen ihre Währung und viele andere Dinge gemeinsam fest.

Wie gehen Staaten miteinander um?

Die grün markierten Länder haben die Republik Kosovo anerkannt.

Zuerst einmal muss ein Staat den anderen anerkennen. Er ist also damit einverstanden, dass es den anderen Staat zu Recht gibt, mit seinen Grenzen und seiner Regierung. Dies ist zwar oft selbstverständlich, aber nicht immer. Ein Beispiel: Die Republik Kosovo gibt es erst seit dem Jahr 2008. Viele Staaten haben seither den Kosovo anerkannt. Nicht anerkannt hat ihn der Nachbar Serbien, aber auch andere europäische Staaten wie Spanien oder Griechenland.

Nach der Anerkennung vereinbaren die beiden Partnerländer, wie sie miteinander umgehen wollen. Sie liefern sich beispielsweise elektrischen Strom oder Gas und handeln mit vielen anderen Gütern. Jedes Land darf auch beim anderen ein oder mehrere eigene Büros unterhalten. Da können die Leute hingehen, wenn sie beispielsweise im Nachbarland ihren Pass verloren haben. Solche Büros nennt man „Konsulate“. In der Hauptstadt eines Staates können andere Staaten Botschaften unterhalten. Sie haben mehr Befugnisse als Konsulate.

Die meisten Staaten haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen. Der nennt sich Vereinte Nationen. Fast alle Staaten gehören ihm an, das sind zur Zeit knapp 200. Auf Englisch heißt er „United Nations“ oder „United Nations Organisation“, abgekürzt UN oder UNO. Kein Staat ist jedoch verpflichtet, der UNO beizutreten. Auch gibt es einige Staaten, die nicht alle anderen als eigenen Staat anerkennen. Das war zum Beispiel am Anfang bei Kosovo so. Auch die Sache mit Palästina und Taiwan sehen nicht alle Staaten gleich. Deshalb lässt sich die Anzahl der Staaten nicht ganz genau bestimmen.



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