St. Gallen

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Das Klosterviertel der Stadt St. Gallen ist kreisrund.

Die Stadt St. Gallen liegt in der Schweiz im Kanton mit demselben Namen. Sie liegt an den wichtigen Straßen und Eisenbahnlinien von Zürich nach München. St. Gallen ist die achtgrößte Schweizer Stadt und zählt knapp 80.000 Einwohner.

Es heißt, dass der Heilige Gallus im 7. Jahrhundert an diesen Ort gekommen ist. Er war ein Mönch auf Wanderschaft und überzeugte viele Menschen, dass sie Christen werden sollten. Er soll sich dort in eine Einsiedelei zurückgezogen haben. Später gründete dort Othmar das Kloster St. Gallen. Um dieses herum entwickelte sich nach und nach die Stadt.

Die erste wichtige Industrie in St. Gallen war die Stickerei. Sie gab vielen Menschen während Jahrhunderten Arbeit. Dies dauerte etwa bis 1930, also bis zur großen Wirtschaftskrise vor dem zweiten Weltkrieg.

Heute ist die Stadt St. Gallen das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Ostschweiz. Touristen besuchen vor allem die Stiftsbibliothek und die Stiftskirche. Diese stehen unter dem Kulturgüterschutz der Unesco. Aber auch das Stickereimuseum zieht viele Besucher an.

Der Kanton St. Gallen wurde im Jahr 1803 gegründet. Napoleon hatte damals die Ostschweiz erobert und diese Gebiete neu eingeteilt. Die einzelnen Gebiete gehörten aber schon vorher zur schweizerischen Eidgenossenschaft. Eine Mehrzahl der Menschen ist katholisch. Der Kanton St. Gallen grenzt an den Bodensee. Sein bekanntester Berg ist der Säntis. Viele Touristen besuchen ihn mit der Seilbahn. Das Kantonswappen zeigt ein silbernes Bündel aus Ruten mit einem Beil in der Mitte. Es ist ein Symbol für ein eigenes Gericht.

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