Schule: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Klexikon – das Kinderlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (Textersetzung - „USA“ durch „USA“)
K (Textersetzung - „USA“ durch „USA“)
 
(Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt)
Zeile 6: Zeile 6:
 
Daher haben die verschiedenen Altersstufen der Schulen ihre verschiedenen Namen. In Deutschland gibt es beispielsweise den Kindergarten oder die Vorschule, dann die Grundschule, die umfasst meist die erste bis zur vierten Klasse. Dann folgt die Hauptschule. In der [[Schweiz]] gehört der Kindergarten zum ersten Zyklus, dann folgen der zweite und der dritte Zyklus. In Österreich gibt es nach dem Kindergarten die Volksschule, dann die Neue Mittelschule oder die Allgemeinbildende Höhere Schule und dann noch ein weiteres Jahr, bis die Schulpflicht erfüllt ist.
 
Daher haben die verschiedenen Altersstufen der Schulen ihre verschiedenen Namen. In Deutschland gibt es beispielsweise den Kindergarten oder die Vorschule, dann die Grundschule, die umfasst meist die erste bis zur vierten Klasse. Dann folgt die Hauptschule. In der [[Schweiz]] gehört der Kindergarten zum ersten Zyklus, dann folgen der zweite und der dritte Zyklus. In Österreich gibt es nach dem Kindergarten die Volksschule, dann die Neue Mittelschule oder die Allgemeinbildende Höhere Schule und dann noch ein weiteres Jahr, bis die Schulpflicht erfüllt ist.
  
Es gibt allerdings auch Länder, die kennen keine Schulpflicht, so zum Beispiel die [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]]. Dort gibt es aber eine Unterrichtspflicht. Die Kinder können also auch zu Hause von den [[Eltern]] oder sonst wo lernen. Sie müssen dabei ein bestimmtes Programm erfüllen. Das kommt aber selten vor. Mehr Schüler besuchen nicht eine Staatsschule, sondern eine Privatschule. Das kostet jedoch oft sehr viel [[Geld]], das die Eltern bezahlen müssen. Staatsschulen hingegen werden durch [[Steuer]]n bezahlt.
+
Es gibt allerdings auch Länder, die kennen keine Schulpflicht, so zum Beispiel die [[USA]]. Dort gibt es aber eine Unterrichtspflicht. Die Kinder können also auch zu Hause von den [[Eltern]] oder sonst wo lernen. Sie müssen dabei ein bestimmtes Programm erfüllen. Das kommt aber selten vor. Mehr Schüler besuchen nicht eine Staatsschule, sondern eine Privatschule. Das kostet jedoch oft sehr viel [[Geld]], das die Eltern bezahlen müssen. Staatsschulen hingegen werden durch [[Steuer]]n bezahlt.
  
 
==Seit wann gibt es Schulen?==  
 
==Seit wann gibt es Schulen?==  
Zeile 14: Zeile 14:
 
Auch in [[Europa]] des [[Mittelalter]]s wurden nur wenige Kinder unterrichtet. Reiche Familien leisteten sich einen [[Hauslehrer]]. Richtige Schulen gab es nur in den [[Kloster|Klöstern]], und dort auch fast nur für die jungen [[Mann|Männer]], also für die angehenden [[Mönch]]e und [[Priester]].  
 
Auch in [[Europa]] des [[Mittelalter]]s wurden nur wenige Kinder unterrichtet. Reiche Familien leisteten sich einen [[Hauslehrer]]. Richtige Schulen gab es nur in den [[Kloster|Klöstern]], und dort auch fast nur für die jungen [[Mann|Männer]], also für die angehenden [[Mönch]]e und [[Priester]].  
  
In einzelnen [[Stadt|Städten]] Deutschlands gab es schon im 16. [[Jahrhundert]] eine Schulpflicht, und zwar sogar für [[Junge]]n und [[Mädchen]]. Für ganz Deutschland wurde die Schule aber erst im Jahr 1919 zur Pflicht, zu Beginn der [[Weimarer Republik]] also.  In den Kantonen der Schweiz und in Österreich wurde die Schulpflicht zu verschiedenen Zeitpunkten eingeführt.  
+
In einzelnen [[Städte]]n Deutschlands gab es schon im 16. [[Jahrhundert]] eine Schulpflicht, und zwar sogar für [[Junge]]n und [[Mädchen]]. Für ganz Deutschland wurde die Schule aber erst im Jahr 1919 zur Pflicht, zu Beginn der [[Weimarer Republik]] also.  In den Kantonen der Schweiz und in Österreich wurde die Schulpflicht zu verschiedenen Zeitpunkten eingeführt.  
  
 
In vielen [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] begannen die Schulen mit Missionaren. Diese Menschen wollten der Bevölkerung in erster Linie das [[Christentum]] nahebringen. Sie richteten oft auch Schulen ein. In vielen dieser Länder sind die Schulen heute noch so organisiert, und lange nicht alle Kinder können eine Schule besuchen.
 
In vielen [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] begannen die Schulen mit Missionaren. Diese Menschen wollten der Bevölkerung in erster Linie das [[Christentum]] nahebringen. Sie richteten oft auch Schulen ein. In vielen dieser Länder sind die Schulen heute noch so organisiert, und lange nicht alle Kinder können eine Schule besuchen.

Aktuelle Version vom 3. Februar 2021, 01:22 Uhr

Eine Schule ist mehr als ein Haus. Oft nennt man Schulen einen „Ort des Lernens“. Es geht also um die Menschen, Lehrer und Schüler, und um das was sie tun, nämlich lehren und lernen.

Eine Schule ist ein Ort, an dem Lehrer unterrichten und Schüler etwas lernen. Es geht also in erster Linie um die Menschen, die dort zusammen sind und um das, was sie tun. Zu einer Schule gehört meist auch ein Direktor oder Schulleiter, auch ein Hauswart und seine weiteren Angestellten. Manchmal meint man mit Schule auch einfach das Gebäude, also das Haus. Richtigerweise würde man dann von einem Schulhaus sprechen.

Wie lange die Schule dauert, welche einzelnen Stufen es gibt und was es zu lernen gilt, ist in jedem Land anders geregelt. In Deutschland ist jedes Bundesland dafür verantwortlich, in der Schweiz jeder Kanton. Im ganzen Land Österreich ist das einheitlich geregelt. Geregelt sind die verschiedenen Schulstufen und ihre Namen. Auch wie lange ein Kind die Schule besuchen muss, ist festgelegt. Auch die Fächer sind festgeschrieben. Gemeint sind damit die Mathematik, die Sprachen, die es zu lernen gilt und viele andere Dinge. Die Gemeinden sind oft für die Gebäude oder die Ausrüstung zuständig, also Tische, Stühle, Computer und so weiter.

Daher haben die verschiedenen Altersstufen der Schulen ihre verschiedenen Namen. In Deutschland gibt es beispielsweise den Kindergarten oder die Vorschule, dann die Grundschule, die umfasst meist die erste bis zur vierten Klasse. Dann folgt die Hauptschule. In der Schweiz gehört der Kindergarten zum ersten Zyklus, dann folgen der zweite und der dritte Zyklus. In Österreich gibt es nach dem Kindergarten die Volksschule, dann die Neue Mittelschule oder die Allgemeinbildende Höhere Schule und dann noch ein weiteres Jahr, bis die Schulpflicht erfüllt ist.

Es gibt allerdings auch Länder, die kennen keine Schulpflicht, so zum Beispiel die USA. Dort gibt es aber eine Unterrichtspflicht. Die Kinder können also auch zu Hause von den Eltern oder sonst wo lernen. Sie müssen dabei ein bestimmtes Programm erfüllen. Das kommt aber selten vor. Mehr Schüler besuchen nicht eine Staatsschule, sondern eine Privatschule. Das kostet jedoch oft sehr viel Geld, das die Eltern bezahlen müssen. Staatsschulen hingegen werden durch Steuern bezahlt.

Seit wann gibt es Schulen?

Kopfrechnen in einer Schule in Russland, auf einem Gemälde aus dem Jahr 1895. Lange Zeit haben Mädchen und Jungen unterschiedliche Schulen besucht.

Schon vor vielen tausend Jahren gab es in den Hochkulturen Schulen. Im Alten Ägypten zum Beispiel gab es Schulen für Kinder mit reichen Eltern. Die meisten Kindern mussten ihren Eltern in der Landwirtschaft oder beim Handwerk helfen, damit die Familie genug zu essen hatte. Dies ist heute noch in vielen ärmeren Ländern so.

Auch in Europa des Mittelalters wurden nur wenige Kinder unterrichtet. Reiche Familien leisteten sich einen Hauslehrer. Richtige Schulen gab es nur in den Klöstern, und dort auch fast nur für die jungen Männer, also für die angehenden Mönche und Priester.

In einzelnen Städten Deutschlands gab es schon im 16. Jahrhundert eine Schulpflicht, und zwar sogar für Jungen und Mädchen. Für ganz Deutschland wurde die Schule aber erst im Jahr 1919 zur Pflicht, zu Beginn der Weimarer Republik also. In den Kantonen der Schweiz und in Österreich wurde die Schulpflicht zu verschiedenen Zeitpunkten eingeführt.

In vielen Entwicklungsländern begannen die Schulen mit Missionaren. Diese Menschen wollten der Bevölkerung in erster Linie das Christentum nahebringen. Sie richteten oft auch Schulen ein. In vielen dieser Länder sind die Schulen heute noch so organisiert, und lange nicht alle Kinder können eine Schule besuchen.

Klexikon K.png Demokratische Republik Kongo  
Flag of the Democratic Republic of the Congo.svg
Flagge
Hauptstadt Kinshasa
Amtssprache Französisch
Staatsoberhaupt Präsident Félix Tshisekedi
Einwohnerzahl etwa 87 Millionen
Fläche etwa 2.345.000 Quadratkilometer
COD orthographic.svg
Wo das Land in Afrika liegt
Übersicht: Alle Staaten der Erde

Die Demokratische Republik Kongo ist ein Staat in der Mitte Afrikas. Das Land liegt am Fluss Kongo, von dem es auch den Namen hat. Es hat einen kleineren Nachbarstaat im Norden, die Republik Kongo. Damit man die Demokratische Republik Kongo nicht damit verwechselt, nennt man sie oft auch nach ihrer Hauptstadt Kinshasa, also „Kongo-Kinshasa“. Lange Zeit hieß das Land Zaire oder Zaïre, sprich Sa-ihre.

In Afrika gibt es nur ein einziges Land, das noch größer ist: Algerien. Die Demokratische Republik Kongo ist über sechsmal so groß wie Deutschland und hat etwas mehr Einwohner. Mitten durch das Land läuft der Äquator. Die Amtssprache ist Französisch. Daneben gibt es aber noch vier Nationalsprachen.

Nur in drei anderen Ländern Afrikas leben mehr Menschen. Die Bevölkerung wächst sehr stark. Etwa acht von zehn der Kongolesen sind Christen, einer von zehn zählt sich zum Islam und einer hat eine Religion der Ureinwohner. Die meisten Kongolesen leben um die Hauptstadt Kinshasa, also ganz im Westen, oder in den Bergbau-Städten im Osten.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Land unter der belgischen Herrschaft sehr gut. Der Reichtum blieb jedoch bei den europäischen Einwanderern, die Kongolesen hatten nichts davon. In den späteren Kriegen und durch die Gewalt wurde sehr vieles davon wieder zerstört. Heute zählt das Land zu den ärmsten der ganzen Welt.

Wie ist das Land?

Es gibt Flüsse, Seen, Regenwald und hohe Berge mit Vulkanen.

Mehr als die Hälfte des Landes liegt im Becken des Flusses Kongo. Rundherum liegen Berge, deren Spitzen bis zu tausend Meter über dem Meeresspiegel liegen. Im Süden und Osten des Landes gibt es hohe Gebirge. Die höchste Bergspitze liegt dort höher als die Alpen. Es gibt auch Vulkane.

Der Nil ist als einziger Fluss Afrikas länger als der Fluss Kongo. Der Kongo führt aber mehr Wasser. Er mündet in den Atlantik.

Ein großer Teil der Demokratischen Republik Kongo liegt in den Tropen und ist von Regenwald bedeckt. Das Klima ist in fast allen Jahreszeiten gleich. Es gibt nur eine leichte Trockenzeit, dann ist es etwas wärmer, in der Regenzeit ist es etwas weniger warm. Im Norden gibt es Savanne.

Es gibt sehr viele verschiedene Pflanzen. Besonders sind der Gummibaum, aber auch die Teak- und Mahagoni-Bäume. Es gibt auch Ölpalmen und viele verschiedene Orchideen, also besonders schöne Blumen.

Es gibt über 400 verschiedene Säugetier-Arten. Dazu gehören der Leopard und der Löwe, das Nashorn und der Elefant, das Zebra und viele andere. Auch seltene Affen wie der Bonobo, der zu den Schimpansen gehört oder der Gorilla leben hier. Dazu gibt es viele verschiedene Arten von Reptilien, Fischen, Vögeln und Insekten. Nur schon von den Schmetterlingen gibt es über 1.300 verschiedene Arten.

Wie leben die Menschen?

Für Kinder ist das Leben schwierig. Viele haben zu wenig zu essen, kein sauberes Trinkwasser und sie können nicht zur Schule gehen.

Zwei Drittel der Einwohner leben von der Landwirtschaft und bauen so ihre eigene Nahrung an. Viele Bauern können ihre Früchte schlecht verkaufen, weil es wenig gute Straßen gibt. Insgesamt gibt es zu wenig Nahrungsmittel. Das Land muss sie zum Teil im Ausland einkaufen, also importieren.

Es gibt viele Bodenschätze wie Diamanten, aber auch wertvolle Metalle wie Gold, Kupfer, Zinn, Blei und viele andere. Auch Erdöl kann man gewinnen. Erdgas gibt es ebenfalls, es wird aber nicht genutzt. Die Förderung der Rohstoffe gibt vielen Menschen Arbeit, aber meistens für sehr wenig Lohn. Die meisten Rohstoffe werden gleich so ins Ausland verkauft, also exportiert. Es gibt kaum Industrie zur Verarbeitung dieser Produkte. Hergestellt werden einzig Textilien, Schuhe und Zigaretten. Die Elektrizität kommt ausschließlich aus den Wasserkraftwerken.

Trotz dieser kostbaren Rohstoffe ist die Bevölkerung sehr arm. Dies, weil es kaum Industrie gibt, weil die Landwirtschaft nicht ins Ausland verkaufen kann sowie wegen der vielen Kämpfe und Kriege. Vier von fünf Kindern haben zu wenig zu essen und keine richtige Wohnung, keinen Arzt und kein Krankenhaus. Nur ein Viertel aller Kinder kann eine Schule besuchen.

Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat kein sauberes Trinkwasser. Das ist auf dem Land viel schlimmer als in der Stadt. Nur jeder dritte hat eine Toilette. Es gibt deshalb sehr viele ansteckende Krankheiten, vor allem Durchfall. Davon sind vor allem die Kinder betroffen. Jedes zehnte Kind wird nicht einmal fünf Jahre alt. Die Krankheit Ebola ist weit verbreitet. HIV gibt es hingegen wenig.

Was ist in der Demokratischen Republik Kongo früher geschehen?

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2012. Es zeigt Kongolesen, die vor Kämpfen fliehen.

Im 19. Jahrhundert wurden viele Menschen als Sklaven weggeführt. Die übrigen wurden dazu gezwungen, für ihre fremden Herren zu arbeiten. Sie mussten Baumwolle anbauen, Elfenbein beschaffen sowie Palmöl und Kautschuk gewinnen.

In den Jahren 1884 und 1885 berieten die mächtigen Staaten Europas, was aus der Gegend werden sollte. Schließlich bestimmten sie, dass dort der König des kleinen Staates Belgien herrschen sollte. Das Kongo-Gebiet gehörte seitdem ihm selbst, persönlich. Der Bergbau wurde gefördert. Es gab moderne Straßen und Krankenhäuser. Die Wirtschaft wurde fast die beste in ganz Afrika. Reich daran wurden allerdings nur die wenigen Europäer im Land.

König Leopolds Herrschaft war aber ganz besonders grausam und gierig. Im Jahr 1909 musste er seine Kolonie deshalb an den Staat Belgien abgeben. Fünfzig Jahre später kam es zu Aufständen im Kongo-Gebiet. Belgien hatte Angst, in Kämpfe verwickelt zu werden. Darum ließ Belgien das Gebiet sehr schnell unabhängig werden.

Seitdem gab es dort immer wieder Kriege und viel Gewalt. Ein sehr schlimmer Krieg dauerte von 1998 bis 2003. Einige Einwohner wollten eine neue Regierung in Kinshasa sehen. Mehrere andere Länder mischten sich ein. Man vermutet, dass dabei über drei Millionen Menschen starben. Viele Kongolesen flohen in Nachbarländer. Aber auch danach ist es wieder zu Kämpfen gekommen.

Vorlagenschleife entdeckt: Vorlage:Artikel