Klexikon.de ist die Wikipedia für Kinder – und für Lese-Anfänger gibt es MiniKlexikon.de

Schokokuss

Aus Klexikon – das Kinderlexikon
Version vom 8. April 2021, 00:33 Uhr von Admin2 (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „Hand“ durch „Hand“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Schokokuss, so, wie man ihn aus vielen Teilen von Deutschland kennt. Das weiße Innere ist gesüßter Schaum von Eiweiß. Die Hülle muss wirklich aus Schokolade sein, damit es Schokokuss lauten darf. Sonst ist es nur ein billiger Schaumkuss mit Fettglasur.

Ein Schokokuss ist eine Süßigkeit. Sie besteht vor allem aus einem großen Haufen Schaum, der aus Eiweiß gemacht und mit Zucker gesüßt ist. Dieser Haufen steht auf einer Waffel und ist dünn bedeckt mit einer Schicht aus Schokolade.

Die Süßigkeit hat jemand um das Jahr 1800 erfunden, und zwar in Dänemark. Bald darauf schon hat man sie in vielen Ländern in Europa nachgemacht. So, wie man den Schokokuss heute kennt, hat man sich ihn in Frankreich ausgedacht. Damals war das noch eine teure Kostbarkeit beim Konditor. Die Schokoküsse wurden per Hand gemacht.

Um das Jahr 1950 haben die Deutschen angefangen, Schokoküsse in Fabriken herzustellen. Dadurch konnte man riesige Mengen verkaufen. Heute kennt man viele verschiedene Sorten von Schokoküssen. Zum Beispiel werden sie mit Kokos-Streuseln oder kleinen Mandelstücken bestreut.

Welche Namen gibt es für den Schokokuss?

Die Dänen nennen die Süßigkeit einen „flødebolle“. Das heißt übersetzt Sahnehaufen. Ein Schotte namens Boyd Tunnock stellte etwas ähnliches her und nannte es „Tunnock's teacake“, also Tee-Kuchen von Tunnock. In mehreren Ländern glaubt man, dass man die Süßigkeit bei sich erfunden habe. Das ist möglich, weil sie in jedem Land eben ein wenig anders sein kann.

In vielen Ländern hat man die Süßigkeit mit dem Wort „Neger“ oder „Mohr“ benannt, also nach einem Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Viele Menschen etwa in unseren Ländern sind mit Wörtern wie Negerkopf, Negerkuss oder Mohrenkopf aufgewachsen. Das findet man heute meist nicht mehr in Ordnung: „Neger“ und „Mohr“ benutzen heute manche Leute als Schimpfwörter. Die Wörter könnten also rassistisch sein.

Die Österreicher haben die Süßigkeit schon immer ganz anders genannt: „Schwedenbombe“. Dieser Name kommt von einer bekannten Firma, welche Schokoküsse herstellt. In Uruguay sagt man „Ricardito“, weil die Firma dort Ricard heißt. Die Israelis sagen „Krembo”, das heißt in etwa „Creme-darin“.



Zu „Schokokuss“ gibt es auch weitere Such-Ergebnisse von Blinde Kuh und Frag Finn.

Das Klexikon ist wie eine Wikipedia für Kinder und Schüler. Das Wichtigste einfach erklärt, mit Definition, vielen Bildern und Karten in über 3000 Artikeln. Grundwissen kindgerecht, alles leicht verständlich und gut für Hausaufgaben und Referate in der Schule.