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Rothenburg ob der Tauber: Unterschied zwischen den Versionen

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Rothenburg ob der Tauber ist eine Kleinstadt im deutschen [[Bundesland]] [[Bayern]], die durch ihre mittelalterliche [[Altstadt]] weltbekannt ist. Sie liegt auf einem Hügel oberhalb des Flusstals der Tauber. Daher hat sie auch ihren Namen, denn es gibt in [[Deutschland]] mehrere Städte, die ähnlich heißen.
Rothenburg ob der Tauber ist eine [[Stadt|Kleinstadt]] im deutschen [[Bundesland]] [[Bayern]], die durch ihre [[Altstadt]] aus dem [[Mittelalter]] weltbekannt ist. Sie liegt auf einem Hügel oberhalb des [[Fluss]]tals der Tauber. Daher hat sie auch ihren langen Namen, denn es gibt in [[Deutschland]] mehrere Städte, die Rothenburg heißen.


Jahrhunderte lang war Rothenburg eine bedeutende Reichsstadt. Doch nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] verlor sie an Bedeutung. Das heißt, dass die Rothenburger immer weniger Geld hatten. Daher konnten sie auch keine neuen Häuser bauen. Deshalb blieb die Stadt so wie sie früher aussah. Im 19. Jahrhundert besuchte Maler wie Carl Spitzweg die [[Stadt]], malten und schwärmten davon. Bald darauf kamen die [[Tourist|Touristen]], sogar aus [[England]] und [[Frankreich]]. Noch vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fuhren die ersten Ausflugsbusse nach Rothenburg.
[[Jahrhundert]]e lang war Rothenburg eine bedeutende Reichsstadt, denn sie lag an der Kreuzung von zwei wichtigen [[Straße|Handelsstraßen]]. Doch nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] verlor sie an Bedeutung. Somit verdienten die Rothenburger immer weniger [[Geld]]. Daher konnten sie auch keine neuen [[Haus|Häuser]] bauen. Deshalb blieb die Stadt so wie sie früher aussah.  


Besucher glauben, dass die Stadt seit dem [[Mittelalter]] unverändert geblieben ist. Das stimmt aber gar nicht. Kurz vor Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde fast die Hälfte der Stadt durch einen Bombenangriff der [[USA|US]]-[[Luftwaffe]] zerstört. Die [[Pilot]]en sagten später, sie hätten nicht geahnt, welche schöne Stadt sie bombardierten. Der Chef der US-Truppen in [[Deutschland]] erzählte später, er habe einen weiteren Angriff auf Rothenburg verhindert, weil ihm seine Mutter früher von dem mittelalterlichen Ort vorgeschwärmt hatte. Nach dem Krieg wurden die Gebäude wieder aufgebaut, wobei viele Spenden aus den Vereinigten Staaten kamen.
Im 19. Jahrhundert besuchten [[Maler]] wie Carl Spitzweg die [[Stadt]], malten und schwärmten davon. Bald darauf kamen die [[Tourismus|Touristen]], sogar aus [[England]] und [[Frankreich]]. Noch vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fuhren die ersten Ausflugsbusse nach Rothenburg.


Abgesehen von dem romantischen Stadtbild gibt es in Rothenburg mehrere bedeutende [[Museum|Museen]]. Im Kriminalmuseum werden abscheuliche Foltermethoden der Vergangenheiten gezeigt. Im Weihnachtsmuseum der Firma Käthe Wohlfahrt steht das ganze Jahr über die Geschichte des [[Weihnachten|Weihnachtsfest]]s im Mittelpunkt. Es bietet die weltweit größte Auswahl an deutschem Weihnachtsschmuck.  
Die meisten Besucher glauben, dass die Stadt seit dem Mittelalter unverändert geblieben ist. Das stimmt aber nicht ganz. Kurz vor Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] hat die [[Luftwaffe]] aus den [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]] fast die Hälfte der Stadt zerstört. Die [[Pilot]]en sagten später, sie hätten nicht geahnt, welch schöne Stadt sie bombardierten. Der Chef der amerikanischen Truppen in Deutschland erzählte später, er habe einen weiteren Angriff auf Rothenburg verhindert, weil ihm seine Mutter früher von dem mittelalterlichen Ort geschwärmt hatte. Nach dem [[Krieg]] wurden die Gebäude wieder aufgebaut, auch mit vielen Spenden aus den Vereinigten Staaten.


Einmal im Jahr wird der Meistertrunk gefeiert, der an einem Vorfall aus dem Dreißigjährigen Krieg erinnert. General Tilly hatte die Stadt erobert und wollte sie plündern lassen. Um ihn zu beschwichtigen boten ihm die Ratsherren [[Wein]] in einem Krug an, der mehr als drei [[Liter]] fasste. Tilly befürchtete, dass man ihn vergiften wolle und forderte, dass jemand diesen Krug in einem Zuge austrinke. Dann würde er die Stadt verschonen. Der Altbürgermeister meldete sich freiwillig und es gelang ihm tatsächlich, den Krug in einem Zuge zu leeren. Damit blieb Rothenburg verschont.
Abgesehen von dem romantischen Stadtbild gibt es in Rothenburg mehrere bedeutende [[Museum|Museen]]. Im Kriminalmuseum werden abscheuliche Foltermethoden der Vergangenheiten gezeigt. Im Weihnachtsmuseum Käthe Wohlfahrt steht das ganze Jahr über die Geschichte des [[Weihnachten|Weihnachtsfests]] im Mittelpunkt. Es bietet die weltweit größte Auswahl an deutschem Weihnachtsschmuck.
 
Einmal im Jahr wird der Meistertrunk gefeiert, der an einen Vorfall aus dem Dreißigjährigen Krieg erinnert. General Tilly hatte die Stadt erobert und wollte sie plündern lassen. Um ihn zu beschwichtigen, boten ihm die Ratsherren [[Wein]] in einem Krug an, der mehr als drei [[Liter]] fasste. Tilly schloss eine Wette ab: Falls jemand diesen Krug in einem Zuge austrinken könnte, würde er die Stadt verschonen. Der Altbürgermeister meldete sich freiwillig und es gelang ihm tatsächlich, den Krug in einem Zuge zu leeren. Damit blieb Rothenburg verschont.


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Altstadt Überblick 1.5.05 -3-.jpg|Luftbild der Altstadt von Rothenburg
Altstadt Überblick 1.5.05 -3-.jpg|Ein Luftbild der Altstadt von Rothenburg
Rothenburg ob der Tauber Bomben Zerstörung Weltkrieg 1945.jpg|Rothenburg nach der Zerstörung von 1945
Rothenburg ob der Tauber Bomben Zerstörung Weltkrieg 1945.jpg|Rothenburg nach der Zerstörung von 1945
Rothenburg BW 28.JPG|Rathaus mit 60 Meter hohem Turm
Rothenburg BW 28.JPG|Das Rathaus mit seinem 60 [[Meter]] hohem [[Turm]]
Rothenburg ob der Tauber, Stadtbefestigung mit Klingentorturm.jpg|Stadtmauer mit Turm
Rothenburg ob der Tauber, Stadtbefestigung mit Klingentorturm.jpg|Die [[Stadtmauer]] mit zwei der vielen Türme
Rothenburg ob der Tauber from the Castle garden.jpg|Blick auf die Stadt von Süden
Rothenburg ob der Tauber from the Castle garden.jpg|Ein Blick von [[Süden]] her auf die Stadt
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[[Kategorie:Artikelentwürfe]]
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[[Kategorie:Erdkunde]]

Version vom 3. Mai 2019, 22:09 Uhr

Brücke über den Fluss Tauber bei Rothenburg ob der Tauber
Dieses Stadttor wird von Touristen oft fotografiert.

Rothenburg ob der Tauber ist eine Kleinstadt im deutschen Bundesland Bayern, die durch ihre Altstadt aus dem Mittelalter weltbekannt ist. Sie liegt auf einem Hügel oberhalb des Flusstals der Tauber. Daher hat sie auch ihren langen Namen, denn es gibt in Deutschland mehrere Städte, die Rothenburg heißen.

Jahrhunderte lang war Rothenburg eine bedeutende Reichsstadt, denn sie lag an der Kreuzung von zwei wichtigen Handelsstraßen. Doch nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor sie an Bedeutung. Somit verdienten die Rothenburger immer weniger Geld. Daher konnten sie auch keine neuen Häuser bauen. Deshalb blieb die Stadt so wie sie früher aussah.

Im 19. Jahrhundert besuchten Maler wie Carl Spitzweg die Stadt, malten und schwärmten davon. Bald darauf kamen die Touristen, sogar aus England und Frankreich. Noch vor dem Ersten Weltkrieg fuhren die ersten Ausflugsbusse nach Rothenburg.

Die meisten Besucher glauben, dass die Stadt seit dem Mittelalter unverändert geblieben ist. Das stimmt aber nicht ganz. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Luftwaffe aus den USA fast die Hälfte der Stadt zerstört. Die Piloten sagten später, sie hätten nicht geahnt, welch schöne Stadt sie bombardierten. Der Chef der amerikanischen Truppen in Deutschland erzählte später, er habe einen weiteren Angriff auf Rothenburg verhindert, weil ihm seine Mutter früher von dem mittelalterlichen Ort geschwärmt hatte. Nach dem Krieg wurden die Gebäude wieder aufgebaut, auch mit vielen Spenden aus den Vereinigten Staaten.

Abgesehen von dem romantischen Stadtbild gibt es in Rothenburg mehrere bedeutende Museen. Im Kriminalmuseum werden abscheuliche Foltermethoden der Vergangenheiten gezeigt. Im Weihnachtsmuseum Käthe Wohlfahrt steht das ganze Jahr über die Geschichte des Weihnachtsfests im Mittelpunkt. Es bietet die weltweit größte Auswahl an deutschem Weihnachtsschmuck.

Einmal im Jahr wird der Meistertrunk gefeiert, der an einen Vorfall aus dem Dreißigjährigen Krieg erinnert. General Tilly hatte die Stadt erobert und wollte sie plündern lassen. Um ihn zu beschwichtigen, boten ihm die Ratsherren Wein in einem Krug an, der mehr als drei Liter fasste. Tilly schloss eine Wette ab: Falls jemand diesen Krug in einem Zuge austrinken könnte, würde er die Stadt verschonen. Der Altbürgermeister meldete sich freiwillig und es gelang ihm tatsächlich, den Krug in einem Zuge zu leeren. Damit blieb Rothenburg verschont.




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