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Der Rotfuchs ist ein [[Säugetiere|Säugetier]]. Es ist der einzige [[Füchse|Fuchs]] in unseren [[Wald|Wäldern]]. Deshalb nennt man ihn auch einfach „Fuchs“. Das ist zwar ungenau, aber [[bei uns]] eben sehr gebräuchlich.
[[Datei:Rotfuchs Vulpes vulpes.jpg|mini|Welpen nennt man die Jungtiere von Rotfüchsen, so wie bei den [[Hund]]en.]]
Der Rotfuchs ist der einzige [[Füchse|Fuchs]] in unseren [[Wald|Wäldern]]. Deshalb nennt man ihn auch einfach „Fuchs“. Das ist zwar ungenau, aber [[Deutschsprachige Länder|bei uns]] eben sehr gebräuchlich.


Den Rotfuchs gibt es fast auf der ganzen Nordhälfte der [[Erde]]. Nahe mit ihm [[Verwandtschaft|verwandt]] ist der Polarfuchs. Der lebt im hohen [[Norden]], wo es keine [[Baum|Bäume]] mehr gibt. Ebenfalls verwandt ist der Wüstenfuchs in der [[Sahara]]. Es gibt auch noch weitere Fuchsarten in [[Nordamerika]], [[Afrika]] und [[Asien]].
Den Rotfuchs gibt es fast auf der ganzen Nordhälfte der [[Erde]]. Nahe mit ihm [[Verwandtschaft|verwandt]] ist der [[Polarfuchs]]. Der lebt im hohen [[Norden]], wo es keine [[Baum|Bäume]] mehr gibt. Ebenfalls verwandt ist der [[Wüstenfuchs]] in der [[Sahara]]. Es gibt auch noch weitere Fuchsarten in [[Nordamerika]], [[Afrika]] und [[Asien]]. Von allen Fuchsarten ist der Rotfuchs die größte: Ein ausgewachsener Rotfuchs kann bis zu 90 Zentimeter lang werden und wiegt etwa sechs bis zehn Kilogramm.


Die Männchen heißen Rüden, die Jungtiere heißen Welpen, so wie bei den [[Hunde]]n. Ein Weibchen hingegen ist eine Fähe. Rotfüchse werden so groß wie ein kleinerer Hund und sehen ähnlich aus. Auf der Oberseite sind sie rötlich, am [[Bauch]] und an den [[Pfote]]n ist ihr Fell weiß.  
Die Männchen heißen Rüden, die Jungtiere heißen Welpen, so wie bei den [[Hunde]]n. Ein Weibchen hingegen ist eine Fähe. Rotfüchse werden so groß wie ein kleinerer Hund und sehen ähnlich aus. Ihr [[Fell]] ist oben rötlich-braun und wird an den [[Bein]]en und am [[Bauch]] heller. Die [[Ohr]]en sind spitz und haben an der Spitze eine schwarze Farbe. Der Schwanz ist buschig und hat an der Spitze eine weiße Färbung.  


In der [[Biologie]] ist der Rotfuchs eine [[Tierart]]. Er gehört zur [[Tierart|Gattung]] der [[Füchse]], zur [[Tierart|Familie]] der [[Hunde]], zur [[Tierart|Ordnung]] der [[Raubtiere]] und zur [[Tierart|Klasse]] der [[Säugetiere]].
In der [[Biologie]] ist der Rotfuchs eine [[Tierart]]. Er gehört zur [[Tierart|Gattung]] der [[Füchse]], zur [[Tierart|Familie]] der [[Hunde]], zur [[Tierart|Ordnung]] der [[Raubtiere]] und zur [[Tierart|Klasse]] der [[Säugetiere]].


==Wie leben Rotfüchse?==
==Wie leben Rotfüchse?==
Rotfüchse sind nicht sehr wählerisch und fressen fast alles, was sie kriegen können: [[Mäuse]], [[Huhn|Hühner]], [[Ente]]n und [[Gänse]], junge [[Hase]]n und [[Reh]]e, aber auch [[Regenwurm|Regenwürmer]]. Um an [[Obst]] heranzukommen, schleichen sie sich auch in [[Garten|Gärten]] und Obstkulturen.
[[File:Renard roux DSCF0577 01.jpg|thumb|Ein Rotfuchs in einem Tierpark im [[Osten]] von [[Frankreich]]]]
Rotfüchse sind nicht sehr wählerisch und fressen fast alles, was sie kriegen können: [[Mäuse]], [[Hühner]], [[Ente]]n und [[Gänse]], junge [[Hase]]n und [[Reh]]e, aber auch [[Regenwurm|Regenwürmer]]. Um an [[Obst]] heranzukommen, schleichen sie sich auch in [[Garten|Gärten]] und Obstkulturen.


Auch Lebensmittel, welche die Menschen wegwerfen oder liegen lassen, fressen Rotfüchse gerne. Deshalb wohnen sie nicht nur in der [[Natur]], sondern zunehmend auch in den [[Stadt|Städten]]. Dort ernähren sie sich aus Abfalleimern und Kehrichtsäcken. Auch Hunde- oder [[Katzen]]nahrung verschmähen sie nicht.
Auch [[Ernährung|Lebensmittel]], die die Menschen wegwerfen oder liegen lassen, fressen Rotfüchse gerne. Deshalb wohnen sie nicht nur in der [[Natur]], sondern zunehmend auch in den [[Stadt|Städten]]. Dort ernähren sie sich aus [[Abfall]]eimern und Kehrichtsäcken. Auch Hunde- oder [[Katzen]]nahrung verschmähen sie nicht.


Früher meinte man, Rotfüchse seien Einzelgänger. Heute weiß man, dass sie in [[Familie]]ngruppen leben. In der Gruppe gibt es eine Rangordnung. Sie leben in einem Erdbau mit einer Hauptröhre als Eingang. Die führt in einen erweiterten Raum, den Kessel. Von dort führen mehrere Fluchtröhren ins Freie. Als Behausung können jedoch auch Leerräume unter Gartenhäusern oder Erdspalten dienen.
Früher meinte man, Rotfüchse seien Einzelgänger. Heute weiß man, dass sie in [[Familie]]ngruppen leben. In der Gruppe gibt es eine Rangordnung. Sie leben in einem Erdbau mit einer Hauptröhre als Eingang. Die führt in einen erweiterten Raum, den Kessel. Von dort führen mehrere Fluchtröhren ins Freie. Als Behausung können jedoch auch Leerräume unter Gartenhäusern oder Erdspalten dienen.


Die [[Sexualität|Paarung]] ist im Januar oder Februar. Dann trägt die Fähe ihre vier bis sechs Jungen während etwa sieben [[Woche]]n in ihrem [[Bauch]]. Bei der [[Geburt]] ist jedes etwa 100 [[Kilogramm|Gramm]] schwer, also wie eine Tafel [[Schokolade]]. Während vier bis sechs Wochen trinken sie [[Milch]] von ihrer Mutter, während der Rüde das Futter für seine Fähe beschafft. Dann verlassen die Jungtiere zusammen mit ihrer Mutter die Höhle. Im nächsten [[Winter]] sind sie dann selber geschlechtsreif, können also selber [[Fortpflanzung|Junge machen]].
Ein Rotfuchs kann etwa zehn [[Jahr]]e alt werden. Viele sterben aber schon, wenn sie ganz jung sind: Sie werden von [[Auto]]s überfahren oder bei der [[Jagd]] erschossen. Es gibt aber nicht sehr viele Tiere, die Jagd auf Füchse machen: Das sind vor allem [[Wölfe]] und [[Luchs]]e. Selten wird ein junger Fuchs Beute eines [[Adler]]s oder [[Eule|Uhus]].  


Ein Rotfuchs kann etwa zehn [[Jahr]]e alt werden. Viele sterben aber schon, wenn sie ganz jung sind: Sie werden von [[Auto]]s überfahren oder bei der [[Jagd]] erschossen. Es gibt aber nicht sehr viele Tiere, die Jagd auf Füchse machen: Das sind vor allem [[Wölfe]] und [[Luchs]]e. Selten wird ein junger Fuchs Beute eines [[Adler|Seeadlers]] oder [[Eule|Uhus]].  
Rotfüchse können [[Krankheit]]en bekommen und selber weitergeben, unter anderem die [[Tollwut]]. Die ist auch für [[Mensch]]en gefährlich. Oft legen die Menschen deshalb Köder aus, zum Beispiel [[Kopf|Köpfe]] von Hühnern. Diese Köder enthalten einen [[Impfung|Impfstoff]]. Die Füchse bekommen dann keine Tollwut mehr und können somit auch keine anderen Tiere oder gar Menschen anstecken.


Rotfüchse können [[Krankheit]]en bekommen, und selber weitergeben, unter anderem die [[Tollwut]]. Die ist auch für [[Mensch]]en gefährlich. Oft legen die Menschen deshalb Köder aus, zum Beispiel [[Kopf|Köpfe]] von Hühnern. Diese Köder enthalten einen [[Impfung|Impfstoff]]. Die Füchse bekommen dann keine Tollwut mehr und können somit auch keine anderen Tiere oder gar Menschen anstecken.
== Wie vermehren sich Rotfüchse? ==
[[Datei:Red fox kit 3 (Vulpes vulpes).jpg|mini|Ein Jungtier erkundet die Welt.]]
Rotfüchse markieren ihr Revier mit [[Urin]] und [[Kot]], um andere Füchse zu warnen und ihr Territorium zu verteidigen. Sie sind häufig monogam, das heißt, sie bilden Paare für das [[Leben]].
 
[[Datei:Rotfuchs Vulpes vulpes.jpg|mini|Welpen nennt man die Jungtiere von Rotfüchsen, so wie bei den [[Hund]]en.]]
Die [[Fortpflanzung|Paarung]] ist im Januar oder Februar. In der [[Schwangerschaft]] trägt die Fähe ihre vier bis sechs Jungen etwa sieben [[Woche]]n lang in ihrem [[Bauch]]. Bei der [[Geburt]] ist jedes Junge etwa 100 [[Kilogramm|Gramm]] schwer, also wie eine [[Tafel]] [[Schokolade]]. Die Jungen sind blind und hilflos.
 
In den ersten vier bis sechs Wochen trinken sie [[Milch]] von ihrer Mutter, während der Rüde das Futter für seine Fähe beschafft. Nach etwa einem [[Monat]] öffnen sie ihre [[Auge]]n und beginnen ihre Umgebung zu erkunden. Dann verlassen die Jungtiere zusammen mit ihrer Mutter die [[Höhle]]. Im nächsten [[Winter]] sind sie dann selber geschlechtsreif, können also selber [[Fortpflanzung|Junge machen]].


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Vulpes vulpes pups.jpg|Jungtiere kuscheln gerne.
Vulpes vulpes pups.jpg|Jungtiere kuscheln gerne.
Прикормленная лисица.JPG|Viele Rotfüchse haben keine Angst vor Menschen.
Прикормленная лисица.JPG|Viele Rotfüchse haben keine [[Angst]] vor [[Mensch]]en.
Nationalpark Harz - Der Brockenfuchs (3).JPG|Dieser Rotfuchs in einem [[Deutschland|deutschen]] [[Nationalpark]] sucht [[Ernährung|Nahrung]] bei den Menschen.
Nationalpark Harz - Der Brockenfuchs (3).JPG|Dieser Rotfuchs in einem [[Deutschland|deutschen]] [[Nationalpark]] sucht [[Ernährung|Nahrung]] bei den Menschen.
Wiki-Vulpes vulpes.png|In den grün eingefärbten Gebieten lebt der Rotfuchs in der [[Natur]]. In den orangen Gebieten wurde er ausgesetzt. Die blauen Gebiete sind unklar.
Wiki-Vulpes vulpes.png|In den grün eingefärbten Gebieten lebt der Rotfuchs in der [[Natur]]. In den orangen Gebieten wurde er ausgesetzt. Bei den blauen Gebieten weiß man es nicht genau.
 
File:Lo sbadiglio.jpg|Ein Rotfuchs in einem Nationalpark in [[Italien]]
Red Fox (Vulpes vulpes) (W1CDR0001529 BD12).ogg|So klingt es, wenn ein Fuchs bellt.
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[[Kategorie:Tiere und Natur]]

Aktuelle Version vom 13. Dezember 2023, 13:49 Uhr

Wer bei uns vom Fuchs spricht, meint meist den Rotfuchs. Den Namen hat er von der Farbe seines Fells.

Der Rotfuchs ist ein Säugetier. Es ist der einzige Fuchs in unseren Wäldern. Deshalb nennt man ihn auch einfach „Fuchs“. Das ist zwar ungenau, aber bei uns eben sehr gebräuchlich.

Den Rotfuchs gibt es fast auf der ganzen Nordhälfte der Erde. Nahe mit ihm verwandt ist der Polarfuchs. Der lebt im hohen Norden, wo es keine Bäume mehr gibt. Ebenfalls verwandt ist der Wüstenfuchs in der Sahara. Es gibt auch noch weitere Fuchsarten in Nordamerika, Afrika und Asien. Von allen Fuchsarten ist der Rotfuchs die größte: Ein ausgewachsener Rotfuchs kann bis zu 90 Zentimeter lang werden und wiegt etwa sechs bis zehn Kilogramm.

Die Männchen heißen Rüden, die Jungtiere heißen Welpen, so wie bei den Hunden. Ein Weibchen hingegen ist eine Fähe. Rotfüchse werden so groß wie ein kleinerer Hund und sehen ähnlich aus. Ihr Fell ist oben rötlich-braun und wird an den Beinen und am Bauch heller. Die Ohren sind spitz und haben an der Spitze eine schwarze Farbe. Der Schwanz ist buschig und hat an der Spitze eine weiße Färbung.

In der Biologie ist der Rotfuchs eine Tierart. Er gehört zur Gattung der Füchse, zur Familie der Hunde, zur Ordnung der Raubtiere und zur Klasse der Säugetiere.

Wie leben Rotfüchse?

Ein Rotfuchs in einem Tierpark im Osten von Frankreich

Rotfüchse sind nicht sehr wählerisch und fressen fast alles, was sie kriegen können: Mäuse, Hühner, Enten und Gänse, junge Hasen und Rehe, aber auch Regenwürmer. Um an Obst heranzukommen, schleichen sie sich auch in Gärten und Obstkulturen.

Auch Lebensmittel, die die Menschen wegwerfen oder liegen lassen, fressen Rotfüchse gerne. Deshalb wohnen sie nicht nur in der Natur, sondern zunehmend auch in den Städten. Dort ernähren sie sich aus Abfalleimern und Kehrichtsäcken. Auch Hunde- oder Katzennahrung verschmähen sie nicht.

Früher meinte man, Rotfüchse seien Einzelgänger. Heute weiß man, dass sie in Familiengruppen leben. In der Gruppe gibt es eine Rangordnung. Sie leben in einem Erdbau mit einer Hauptröhre als Eingang. Die führt in einen erweiterten Raum, den Kessel. Von dort führen mehrere Fluchtröhren ins Freie. Als Behausung können jedoch auch Leerräume unter Gartenhäusern oder Erdspalten dienen.

Ein Rotfuchs kann etwa zehn Jahre alt werden. Viele sterben aber schon, wenn sie ganz jung sind: Sie werden von Autos überfahren oder bei der Jagd erschossen. Es gibt aber nicht sehr viele Tiere, die Jagd auf Füchse machen: Das sind vor allem Wölfe und Luchse. Selten wird ein junger Fuchs Beute eines Adlers oder Uhus.

Rotfüchse können Krankheiten bekommen und selber weitergeben, unter anderem die Tollwut. Die ist auch für Menschen gefährlich. Oft legen die Menschen deshalb Köder aus, zum Beispiel Köpfe von Hühnern. Diese Köder enthalten einen Impfstoff. Die Füchse bekommen dann keine Tollwut mehr und können somit auch keine anderen Tiere oder gar Menschen anstecken.

Wie vermehren sich Rotfüchse?

Ein Jungtier erkundet die Welt.

Rotfüchse markieren ihr Revier mit Urin und Kot, um andere Füchse zu warnen und ihr Territorium zu verteidigen. Sie sind häufig monogam, das heißt, sie bilden Paare für das Leben.

Welpen nennt man die Jungtiere von Rotfüchsen, so wie bei den Hunden.

Die Paarung ist im Januar oder Februar. In der Schwangerschaft trägt die Fähe ihre vier bis sechs Jungen etwa sieben Wochen lang in ihrem Bauch. Bei der Geburt ist jedes Junge etwa 100 Gramm schwer, also wie eine Tafel Schokolade. Die Jungen sind blind und hilflos.

In den ersten vier bis sechs Wochen trinken sie Milch von ihrer Mutter, während der Rüde das Futter für seine Fähe beschafft. Nach etwa einem Monat öffnen sie ihre Augen und beginnen ihre Umgebung zu erkunden. Dann verlassen die Jungtiere zusammen mit ihrer Mutter die Höhle. Im nächsten Winter sind sie dann selber geschlechtsreif, können also selber Junge machen.




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