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Polarfuchs: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Polarfuchs ist ein kleiner [[Füchse|Fuchs]]. Er lebt ganz im kalten [[Norden]], in der [[Arktis]], wo es nur noch Büsche, aber keine [[Baum|Bäume]] mehr gibt.  Das ist die [[Tundra]]. Der Polarfuchs wird auch Eisfuchs genannt.  
Der Polarfuchs ist ein kleiner [[Füchse|Fuchs]]. Er lebt ganz im kalten [[Norden]], in der [[Arktis]], wo es nur noch Büsche, aber keine [[Baum|Bäume]] mehr gibt.  Das ist die [[Tundra]]. Der Polarfuchs wird auch Eisfuchs genannt.  



Version vom 19. August 2022, 11:51 Uhr

Im Winterkleid ist der Polarfuchs sehr gut getarnt.
Auch im Sommer fällt er in seiner Umgebung kaum auf.

Der Polarfuchs ist ein kleiner Fuchs. Er lebt ganz im kalten Norden, in der Arktis, wo es nur noch Büsche, aber keine Bäume mehr gibt. Das ist die Tundra. Der Polarfuchs wird auch Eisfuchs genannt.

Der Polarfuchs ist klein: Von der Schnauze bis zum Anfang des Schwanzes misst er nur etwa 30 bis knapp 60 Zentimeter. Das ist so viel wie ein bis zwei Lineale in der Schule. Von den Fußsohlen bis zum Rücken misst er nur etwa 30 Zentimeter. Sein buschiger Schwanz ist etwas länger.

Der Polarfuchs hat sich sehr gut an die Kälte angepasst: Kein anderes Tier trägt ein so dichtes Fell wie er. Sogar an den Fußsohlen trägt er Haare. Weil seine Ohren, seine Schnauze und seine Beine kurz sind, verliert er weniger Wärme.

Das Fell ist im Sommer am Bauch hell, die anderen Teile sind braun. Weil dann in der Tundra kein Schnee liegt, ist er perfekt getarnt. Im Winter ist sein Fell weiß. Damit ist er im Schnee kaum erkennbar.

Wie lebt der Polarfuchs?

Polarfüchse sind Raubtiere und Allesfresser. Am liebsten mögen sie eine besondere Art der Mäuse, nämlich die Lemminge. Mit ihren feinen Nasen riechen sie die Lemminge durch den Schnee und buddeln sie so schnell aus, dass sie nicht mehr fliehen können. Manchmal erwischen sie auch einen Polarhasen. Sie fressen aber auch Vögel, die in ihren Nestern brüten sowie die Eier und Küken. Außerdem fressen sie Aas, also Teile von Kadavern, die Eisbären oder Polarwölfe übrig lassen. Das können also auch Reste von Fischen sein. Notfalls fressen sie aber auch Insekten, Beeren und sogar den Kot von anderen Tieren.

Für die Aufzucht der Jungtiere bauen sie Höhlen. Sie suchen sich dazu einen Ort, der nicht gefroren ist, wo es also keinen Permafrost gibt. In den sandigen oder lehmigen Boden graben sie Tunnel mit bis zu acht Eingängen. Solche Baue können verschiedene Polarfüchse während mehreren hundert Jahren benützen.

Polarfüchse leben monogam, sie bleiben also ein Leben lang als Paar zusammen. Sie zeugen ihre Jungen im Frühling. Nach knapp zwei Monaten bringt die Fähe drei bis neun Junge zur Welt. Das hängt sehr vom Angebot an Nahrung und vom Klima ab. Die Babys sind blind, taub und haben keine Zähne. Während etwa vier Wochen bleiben die Jungen in der Geburtshöhle, etwa sechs Wochen lang trinken sie Milch bei ihrer Mutter. Der Rüde, so heißt der Vater, hilft bei der Aufzucht der Jungen mit. Im Herbst verstoßen aber die Eltern ihre Jungen. Die müssen dann selber zusehen, wie sie über den Winter kommen. Wer ihn überlebt, kann sich im Frühling fortpflanzen.

Die meisten Polarfüchse werden etwa vier Jahre alt. Ihre natürlichen Feinde sind der Polarwolf und der Eisbär. Durch den Klimawandel dringen aber immer mehr Rotfüchse nach Norden vor. Die sind größer und somit auch stärker als die Polarfüchse. Die Rotfüchse werden also zunehmend zur Bedrohung für die Polarfüchse.

Die schlimmste Krankheit für die Polarfüchse ist die Tollwut. Daran sterben sie oft. Sie können aber auch durch Viren oder durch Parasiten krank werden. Der Fuchs-Bandwurm setzt sich in den Verdauungs-Organen fest.

Ein weiter wichtiger Feind ist der Mensch. Vor allem im 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts jagten Eskimos die Polarfüchse. Ihr dichtes weißes Fell ließ sich gut eintauschen oder verkaufen. In Skandinavien und Island gibt es deshalb heute noch sehr wenige Polarfüchse. In den anderen Gebieten haben sie sich wieder vermehrt. Derzeit sind sie nicht vom Aussterben bedroht. Sie gehören aber zu den Tieren, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind.




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