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Opposition

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Das Wort Opposition kommt aus dem Lateinischen. „Oppositio“ bedeutet, dass etwas auf der anderen Seite steht. Eine solche Gegenüberstellung oder Entgegenstellung gibt es in vielen Bereichen.

Zuerst hat man das Wort im Mittelalter verwendet, und zwar für die Astronomie. Wenn zwei Himmelskörper einander gegenüberstehen, kann das eine Opposition sein. Es geht dann darum, wie ein Planet oder Mond von der Erde aus gesehen steht.

Wenn es um die Hände von Tieren und Menschen geht, dann meint man mit Opposition meist: Die Hand hat fünf Finger. Einer davon, der Daumen, steht den anderen Fingern gegenüber. Daher kann man gut greifen.

Was ist Opposition in der Politik?

Die meisten Menschen denken beim Wort Opposition an die Politik. In einem Land müssen Regierung und Parlament gut zusammenarbeiten. Im Parlament gibt es viele Politiker, die die Regierung gut finden. Normalerweise sind sie auch in denselben Parteien.

Die Opposition sind diejenigen Politiker, die gerade nicht an der Macht sind. Sie sind im Parlament in der Minderheit. Sie klagen oft darüber, was die Regierung alles falsch macht.

Trotzdem ist die Opposition nicht einfach ein Feind der Regierung. Manchmal arbeitet die Regierung auch mit der Opposition zusammen und übernimmt gute Ideen. Für bestimmte wichtige Entscheidungen im Parlament will die Regierung, dass auch die Opposition zustimmt.

Die Politiker der Regierung wissen, warum sie die Opposition nicht zu schlecht behandeln dürfen. Bei einer Wahl wählt das Volk das Parlament neu. Die Politiker der Opposition sind dann vielleicht plötzlich in der Mehrheit und entscheiden, wer in der Regierung sitzt. Die Politiker der alten Regierung werden dann selber zur Opposition.

In der Schweiz ist das System anders aufgebaut. Das Volk wählt nicht nur das Parlament und die höchste Person im Land, also den Bundeskanzler oder den Präsidenten, damit dieser die ganze Regierung zusammenstellen kann. Sondern das Volk wählt alle sieben Bundesräte. Die kommen dann aus den verschiedensten Parteien. Man nennt dies eine „Konkordanzregierung“. Die müssen sich dann gemeinsam auf den wichtigsten Kurs einigen. Eine Opposition gibt es also gar nicht richtig, auch wenn immer einzelne Parteien oder Politiker mit der Regierung nicht einverstanden sind.