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Maikäfer: Unterschied zwischen den Versionen

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Cockchafer beetle may bug (27357869257).png|Typisch für Maikäfer sind die weißen Flecken auf jeder Seite.
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Datei:Cockchafer beetle may bug (27357869257).png|Typisch für Maikäfer sind die weißen Flecken auf jeder Seite.
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Max und Moritz (Busch) 058.png|…aber [[Lehrer]] Lämpel aus [[Max und Moritz]] überraschten sie im Schlaf.
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Aktuelle Version vom 18. Januar 2022, 21:34 Uhr

Der Feldmaikäfer ist der häufigste Maikäfer in Mitteleuropa.

Die Maikäfer sind eine Gattung von Käfern. Es gibt verschiedene Arten: Am häufigsten kommt in Mitteleuropa der Feldmaikäfer vor. Den Waldmaikäfer findet man im Norden und im Osten und nur in wenigen Gebieten von Deutschland. Der Kaukasische Maikäfer ist in Mitteleuropa sehr selten geworden. Man findet ihn nur noch hin und wieder im Südwesten Deutschlands.

Maikäfer sind etwa zwei bis drei Zentimeter lang. Die äußeren Flügel haben vier Rippen, die längs verlaufen. Die Männchen haben viel größere Fühler mit sieben Lappen. Die Weibchen haben an den Fühlern nur sechs Lappen. Um dies zu erkennen, braucht man aber schon fast eine Lupe. Die verschiedenen Arten erkennt der Fachmann am Ende des Hinterteils.

Die verschiedenen Arten sehen sich sehr ähnlich und leben auch ähnlich. Deshalb und weil bei uns fast nur der Feldmaikäfer vorkommt, wird dieser hier im Artikel genauer beschrieben. Weil er fast der einzige ist, nennt man ihn meist auch einfach „Maikäfer“.

Wie leben Maikäfer?

Die sieben Lappen am Fühler entlarven diesen Maikäfer als Männchen.

Die Entwicklung der Maikäfer verläuft in einem Kreis, ähnlich wie bei den Schmetterlingen oder Fröschen. Maikäfer sehen wir im Frühling, eben im Monat Mai. Daher haben sie ihren Namen. Sie fressen vor allem Blätter von Laubbäumen. Nach der Paarung stirbt das Männchen. Das Weibchen gräbt sich etwa zwanzig Zentimeter tief in weichen Boden ein und legt dort etwas über zwanzig Eier. Jedes ist etwa zwei bis drei Millimeter lang und weiß. Dann stirbt auch das Weibchen.

Nach etwa vier bis sechs Wochen schlüpfen Larven aus den Eiern. Man nennt sie Engerlinge. Sie fressen die Wurzeln verschiedener Pflanzen. Dazu gehören nicht nur Gräser, Kräuter und Bäume, sondern auch Kartoffeln, Erdbeeren, Karotten, Salat und andere Kulturpflanzen. Bei den Bauern und Gärtnern gehören die Engerlinge deshalb zu den Schädlingen. Im zweiten Jahr fressen sie besonders viel.

Die Engerlinge häuten sich drei Mal, weil die Haut nicht mitwächst. Im dritten Jahr verpuppen sie sich und werden im Herbst zu richtigen Maikäfern. Den folgenden Winter verbringen sie aber noch unter der Erde. Sie graben sich erst im vierten Jahr an die Oberfläche. Ihr Leben als „erwachsener“ Maikäfer dauert nur vier bis sechs Wochen.

Im Süden brauchen Maikäfer nur drei Jahre für die ganze Entwicklung. Besonders ist, dass Maikäfer sich „gleichschalten“. In einem Jahr gibt es sehr viele. Das nennt man ein Maikäferjahr oder ein Flugjahr. In den Jahren zwischendrin sind Maikäfer selten. Alle dreißig bis 45 Jahre entsteht eine regelrechte Maikäfer-Plage. Wie das zustande kommt, haben die Wissenschaftler noch nicht genau herausgefunden.

Sind Maikäfer bedroht?

Die Larven der Maikäfer nennt man Engerlinge.

Maikäfer sind eine beliebte Nahrung: Viele Vögel fressen gerne Maikäfer, vor allem Krähen. Aber auch Fledermäuse machen Jagd auf Maikäfer. Igel, Spitzmäuse und Wildschweine graben gerne nach Engerlingen.

Früher gab es bei uns sehr viele Maikäfer. Noch vor knapp hundert Jahren sammelte man Maikäfer ein. Die Gemeinden kauften den Sammlern die toten Tiere ab, damit man der Plage Herr wurde. Später hat man sie teilweise mit Gift bekämpft, um die Landwirtschaft zu schützen. Heute kommt es kaum mehr zu richtigen Maikäfer-Plagen. Sie sind immer etwa gleich viele.



Zu „Maikäfer“ gibt es auch einen Artikel für Lese-Anfänger auf MiniKlexikon.de und weitere Such-Ergebnisse von Blinde Kuh und Frag Finn.

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