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Leichtathletik: Unterschied zwischen den Versionen

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Leichtathletik ist ein Überbegriff für verschiedene Sportarten. Man sagt Leichtathletik, weil die Athleten, also die Sportler, leichter sind als zum Beispiel beim Gewichtheben oder bei Kampfsportarten. Bei der Leichtathletik geht es immer um "Schneller, Höher, Weiter", das heißt, dass derjenige gewinnt, der am schnellsten läuft, am höchsten springt oder am weitesten springt oder den Speer wirft. Leichtathletik ist ein Individualsport, das heißt, dass man Leichtathletik allein macht und nicht in einer Mannschaft.
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Leichtathletik ist ein Oberbegriff für verschiedene Sportarten des Laufens, Springens und Werfens. Sie werden meistens im Sommer und im Freien ausgeübt, es gibt aber auch Wettkämpfe in der Halle. Bei der Leichtathletik geht es immer um „Schneller, Höher, Weiter“: Das heißt es gewinnt, wer am schnellsten läuft, am höchsten springt oder am weitesten wirft. Anders als zum Beispiel beim [[Fußball]] treten in der Leichtathletik keine Mannschaften gegeneinander an, sondern Einzelsportler. Es gibt aber auch Mannschaftswettbewerbe wie zum Beispiel den Staffel-Lauf.
  
Leichtathletik ist eine der ältesten Sportarten, die man kennt. Schon im [[Altertum]] trieben die alten Griechen und Römer Leichtathletik. Auch bei den [[Olympische Spiele|Olympischen Spielen der Antike]] gab es Wettläufe und es wurden Speere und Diskusscheiben geworfen, Disziplinen, die man heute zur Leichtathletik zählt. Auch in den modernen Olympischen Spielen gibt es Leichtathletik als wichtigen Bestandteil.
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Leichtathletik ist eine der ältesten Sportarten, die man kennt. Schon im [[Altertum]] gab es bei den [[Olympische Spiele|Olympischen Spielen]] Wettläufe und es wurden Speere und Diskusscheiben geworfen. Noch heute ist die Leichtathletik ein wichtiger Bestandteil der Olympischen Sommer-Spiele.
  
Heute werden neben den Olympischen Spielen auch andere große Wettkämpfe ausgetragen, wie zum Beispiel die Leichtathletik-Weltmeisterschaften oder die Leichtathletik-Europameisterschaften. Sie finden alle zwei Jahre im Wechsel statt. Es gibt aber auch kleinere internationale Leichtathletik-Wettbewerbe, die jedes Jahr stattfinden, wie zum Beispiel das Internationale Stadionfest, kurz ISTAF in [[Berlin]]. Außerdem gibt es landesweite Meisterschaften.
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Neben den Olympischen Spielen werden auch andere große Wettkämpfe ausgetragen, zum Beispiel Welt- oder Europameisterschaften. Sie finden alle zwei Jahre im Wechsel statt. Es gibt auch kleinere internationale Wettbewerbe, wie zum Beispiel das Internationale Stadionfest ISTAF in [[Berlin]]. Außerdem gibt es landesweite Meisterschaften.
  
== Welche Sportarten zählt man heute zur Leichtathletik? ==
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== Wieso heißt es eigentlich Leichtathletik? ==
  
Es gibt vier Oberkategorien in der Leichtathletik, die auf Wettkämpfen praktiziert werden: Lauf, Sprung, Wurf und Mehrkampf.
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Woher der Name kommt, weiß man heute nicht mehr so genau. Wahrscheinlich wollte man damit früher das Laufen, Springen und Werfen von „schwereren“ Sportarten wie zum Beispiel dem Gewichtheben unterscheiden. Aber auch in manchen Disziplinen der Leichtathletik braucht man viel Kraft, zum Beispiel beim Kugelstoßen oder Hammerwerfen.  
  
Die Laufdisziplinen unterteilen sich in Sprint, also kurze Distanzen wie 100 Meter; Ausdauerlauf, also Mittelstrecken wie 800 Meter und Langstrecken wie 5000 Meter; Hürden- und Hindernislauf; Staffellauf; Langdistanzen wie Marathon, die auf der Straße, nicht auf einer Laufbahn gelaufen werden; und Gehen, dort müssen die Sportler immer mindestens einen Fuß auf dem Boden haben und versuchen, damit möglichst schnell zu sein. Alle diese Typen von Laufsportarten werden auf verschiedenen Distanzen ausgetragen. Der kürzeste Lauf ist der 100-Meter-Sprint, der längste ist der Marathon. Den Hindernislauf gibt es nur auf 3000 Metern.
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== Welche Sportarten gehören zur Leichtathletik? ==
  
Die Sprungdisziplinen unterscheiden sich in den Sprung in die Weite und den Sprung in die Höhe. Zum Sprung in die Weite, man spricht auch von horizontalen Sprungdisziplinen, gehören der Weitsprung und der Dreisprung. Bei beiden läuft der Sportler auf einer Laufbahn an und landet am Ende in einem mit Sand gefüllten Becken. Beim Weitsprung springt er sofort ab, beim Dreisprung macht er noch auf der Laufbahn zwei lange Sprünge und landet nach dem dritten dann in dem Sandbecken. Zum Sprung in die Höhe, auch vertikale Sprungdisziplinen genannt, gehören Hochsprung und Stabhochsprung. Beim Hochsprung springt der Sportler über eine Latte, die er möglichst nicht herunterreißen sollte und landet dann auf einer Matte. Beim Stabhochsprung stützt sich der Sportler auf einen Stab und schwingt sich dann damit über die Latte. Beim Stabhochsprung springt man sehr viel höher als beim Hochsprung.
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Die verschiedenen Sportarten in der Leichtathletik werden in vier Gruppen eingeteilt: Lauf, Sprung, Wurf und Mehrkampf.
  
Die Wurfdisziplinen sind Speerwurf, wo der Sportler einen Speer möglichst weit schleudert, genauso gibt es Diskuswurf und Hammerwurf. Außerdem gibt es Kugelstoßen, dort stößt der Sportler eine schwere Kugel über der Schulter nach vorne. Das ist körperlich sehr anstrengend, darum werden Kugeln nicht so weit gestoßen wie Diskusse oder Speere geworfen werden.
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Die Laufdisziplinen unterscheiden sich nach Länge und Geschwindigkeit: Im Sprint werden kurze Strecken wie 100 oder 200 Meter gelaufen, im Ausdauerlauf Strecken zwischen 800 und 10.000 Metern. Dazu gibt es noch Hürden- oder Hindernisläufe, das Gehen sowie den Marathon. Das ist eine 42 Kilometer lange Strecke, die nicht mehr im Stadion, sondern auf der Straße gelaufen wird.  
  
Bei den Mehrkampfdisziplinen machen die Sportler Wurf-, Sprung- und Laufdisziplinen nacheinander und sammelt damit Punkte. Derjenige Sportler, der am Ende am meisten Punkte hat, gewinnt. Frauen machen sieben verschiedene Disziplinen, das nennt man Siebenkampf oder griechisch Heptathlon. Männer machen zehn verschiedene Disziplinen, das nennt man Zehnkampf oder griechisch Dekathlon.  
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Bei den Sprungdisziplinen unterscheidet man den Sprung in die Weite und den Sprung in die Höhe. Beim Weitsprung und Dreisprung läuft der Sportler auf einer Laufbahn an und landet am Ende in einer mit Sand gefüllten Grube. Beim Weitsprung springt er nur einmal, beim Dreisprung macht er noch auf der Laufbahn zwei lange Sprünge und landet erst nach dem dritten Sprung im Sandbecken. Beim Hochsprung springt der Sportler über eine Querlatte und landet dann auf einer weichen Matte. Beim Stabhochsprung stützt sich der Sportler auf einen Stab und schwingt sich damit über die Latte. So springt man sehr viel höher als beim einfachen Hochsprung.
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Die Wurfdisziplinen sind Speerwurf, Diskuswurf und Hammerwurf. Außerdem gibt es das Kugelstoßen: Dabei stößt der Sportler eine schwere Kugel von der Schulter nach vorne. Das ist körperlich sehr anstrengend, darum fliegen die Kugeln auch nicht so weit wie Diskusse oder Speere.
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Beim Mehrkampf machen die Sportler verschiedene Wurf-, Sprung- und Laufwettbewerbe nacheinander und sammeln dabei Punkte. Wer am Ende am meisten Punkte hat, gewinnt. Frauen machen sieben verschiedene Disziplinen, das nennt man Siebenkampf oder griechisch Heptathlon. Männer machen zehn verschiedene Disziplinen, das nennt man Zehnkampf oder griechisch Dekathlon.  
  
 
[[Kategorie:Artikelentwürfe]]
 
[[Kategorie:Artikelentwürfe]]

Version vom 22. April 2015, 14:14 Uhr

Der Wettlauf ist eine wichtige Art von Disziplinen in der Leichtathletik. Die Sportler laufen auf einer Bahn aus Tartan, einer Art Gummi.
Eine Speerwerferin
Beim Hochsprung springen die Sportler mit dem Rücken zur Latte, weil man so am höchsten kommt.

Leichtathletik ist ein Oberbegriff für verschiedene Sportarten des Laufens, Springens und Werfens. Sie werden meistens im Sommer und im Freien ausgeübt, es gibt aber auch Wettkämpfe in der Halle. Bei der Leichtathletik geht es immer um „Schneller, Höher, Weiter“: Das heißt es gewinnt, wer am schnellsten läuft, am höchsten springt oder am weitesten wirft. Anders als zum Beispiel beim Fußball treten in der Leichtathletik keine Mannschaften gegeneinander an, sondern Einzelsportler. Es gibt aber auch Mannschaftswettbewerbe wie zum Beispiel den Staffel-Lauf.

Leichtathletik ist eine der ältesten Sportarten, die man kennt. Schon im Altertum gab es bei den Olympischen Spielen Wettläufe und es wurden Speere und Diskusscheiben geworfen. Noch heute ist die Leichtathletik ein wichtiger Bestandteil der Olympischen Sommer-Spiele.

Neben den Olympischen Spielen werden auch andere große Wettkämpfe ausgetragen, zum Beispiel Welt- oder Europameisterschaften. Sie finden alle zwei Jahre im Wechsel statt. Es gibt auch kleinere internationale Wettbewerbe, wie zum Beispiel das Internationale Stadionfest ISTAF in Berlin. Außerdem gibt es landesweite Meisterschaften.

Wieso heißt es eigentlich Leichtathletik?

Woher der Name kommt, weiß man heute nicht mehr so genau. Wahrscheinlich wollte man damit früher das Laufen, Springen und Werfen von „schwereren“ Sportarten wie zum Beispiel dem Gewichtheben unterscheiden. Aber auch in manchen Disziplinen der Leichtathletik braucht man viel Kraft, zum Beispiel beim Kugelstoßen oder Hammerwerfen.

Welche Sportarten gehören zur Leichtathletik?

Die verschiedenen Sportarten in der Leichtathletik werden in vier Gruppen eingeteilt: Lauf, Sprung, Wurf und Mehrkampf.

Die Laufdisziplinen unterscheiden sich nach Länge und Geschwindigkeit: Im Sprint werden kurze Strecken wie 100 oder 200 Meter gelaufen, im Ausdauerlauf Strecken zwischen 800 und 10.000 Metern. Dazu gibt es noch Hürden- oder Hindernisläufe, das Gehen sowie den Marathon. Das ist eine 42 Kilometer lange Strecke, die nicht mehr im Stadion, sondern auf der Straße gelaufen wird.

Bei den Sprungdisziplinen unterscheidet man den Sprung in die Weite und den Sprung in die Höhe. Beim Weitsprung und Dreisprung läuft der Sportler auf einer Laufbahn an und landet am Ende in einer mit Sand gefüllten Grube. Beim Weitsprung springt er nur einmal, beim Dreisprung macht er noch auf der Laufbahn zwei lange Sprünge und landet erst nach dem dritten Sprung im Sandbecken. Beim Hochsprung springt der Sportler über eine Querlatte und landet dann auf einer weichen Matte. Beim Stabhochsprung stützt sich der Sportler auf einen Stab und schwingt sich damit über die Latte. So springt man sehr viel höher als beim einfachen Hochsprung.

Die Wurfdisziplinen sind Speerwurf, Diskuswurf und Hammerwurf. Außerdem gibt es das Kugelstoßen: Dabei stößt der Sportler eine schwere Kugel von der Schulter nach vorne. Das ist körperlich sehr anstrengend, darum fliegen die Kugeln auch nicht so weit wie Diskusse oder Speere.

Beim Mehrkampf machen die Sportler verschiedene Wurf-, Sprung- und Laufwettbewerbe nacheinander und sammeln dabei Punkte. Wer am Ende am meisten Punkte hat, gewinnt. Frauen machen sieben verschiedene Disziplinen, das nennt man Siebenkampf oder griechisch Heptathlon. Männer machen zehn verschiedene Disziplinen, das nennt man Zehnkampf oder griechisch Dekathlon.