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Industrie

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Ein Gemälde von vor gut 100 Jahren: eine Eisengießerei, in der heißes, flüssiges Eisen in Blöcke gegossen wird. Die Arbeit in der Fabrik war anstrengend und gefährlich. Kinderarbeit war in Deutschland zu dieser Zeit aber bereits verboten.
Öl-Industrie in Malaysia

Die Industrie gehört zur Wirtschaft. Das Wort kommt vom lateinischen Wort „industria“, das Betriebsamkeit oder Fleiß bedeutet. Gemeint ist damit, dass Dinge hergestellt oder weiterverarbeitet werden. In der Industrie macht man das aber nicht in kleinen Werkstätten von Handwerkern, sondern in großen Fabriken. Geräte erledigen vieles mechanisch oder gar mit Automaten.

Um das Jahr 1800 begann in Europa langsam die Industrialisierung oder Industrielle Revolution. Davor wurden Dinge hauptsächlich von Handwerkern und nicht in Fabriken hergestellt. In Deutschland ging es damit erst nach 1850 richtig los. In den Fabriken konnte man vieles schneller und billiger herstellen als vorher. Statt Holz verbrannte man Kohle, die viel heißer brannte. Mit dieser Energie konnte man nun aus Eisen Stahl machen.

Die Industrie machte vieles möglich und das Leben der meisten Menschen leichter. Viele zogen von Dörfern in die Stadt, wo sie Arbeit in den Fabriken fanden. Diese Arbeiter hatten es oft auch schwer, denn die Fabriken waren dreckig und staubig und sie mussten schwer arbeiten. Allerdings lebten sie immer noch besser als in der Landwirtschaft, wo es weniger Arbeit gab. Einige Denker und Arbeiter haben die sozialdemokratische Arbeiterbewegung gegründet, die allen Arbeitern helfen sollte. Manche wollten die ganze Gesellschaft verändern und träumten vom Kommunismus.

In Europa, Nordamerika und Japan entstand viel Industrie. Man spricht deshalb von den Industrieländern. Heute gibt es viele Fabriken und Anlagen nicht mehr: Stattdessen wird viel in ärmeren Ländern hergestellt. Dort bekommen die Arbeiter weniger Geld. Aber in den Industrieländern wird immer noch hergestellt. Dank der neuesten Maschinen braucht man dafür weniger Menschen in den Fabriken.



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