Gotik: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Klexikon – das Kinderlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Danke! Die Infos zum Kreuzrippengewölbe sind in einem Kinderlexikon wirklich erforderlich. Da die Galerie zu voll wird, habe ich das mal weggelassen. Galerie haben wir nur unten, daher habe ich ein weiteres Bild "groß gemacht")
K (Textersetzung - „Bildhauer“ durch „Bildhauer“)
(13 dazwischenliegende Versionen von 5 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Reims Kathedrale.jpg|mini|Die Kathedrale von Reims in [[Frankreich]]: So sieht die Gotik aus dem Mittelalter aus.]]
+
[[Datei:Reims Kathedrale.jpg|mini|Die [[Kirche|Kathedrale]] von Reims in [[Frankreich]]: So sieht die Gotik aus dem [[Mittelalter]] aus.]]
Gotik ist der [[Name]] eines Stils in der [[Kunst]] aus [[Europa]]. Die Zeit der Gotik begann im [[Mittelalter]], sie folgte auf die [[Romanik]]. Sie entstand seit dem Jahr 1140 im [[Norden]] von [[Frankreich]], verbreitete sich in Deutschland aber erst Jahrzehnte später. Diese Kunstepoche endete hier spätestens um 1500, als der Stil der [[Renaissance]] auch in Deutschland beliebt wurde.
+
Gotik ist der [[Name]] eines Stils in der [[Kunst]] aus [[Europa]]. Die [[Epoche|Zeit]] der Gotik begann im [[Mittelalter]], sie folgte auf die [[Romanik]]. Die Gotik entstand seit dem Jahr 1140 im [[Norden]] [[Frankreich]]s. In [[Deutschland]] verbreitete sie sich aber erst Jahrzehnte später. Diese [[Epoche|Kunstepoche]] endete hier spätestens um 1500, als der Stil der [[Renaissance]] auch in Deutschland beliebt wurde.
  
Bei der Gotik denkt man vor allem an einen Baustil für [[Kirche]]n. Auf gotische Weise hat man aber auch zum Beispiel [[Burg]]en und [[Rathaus|Rathäuser]] gebaut. Außerdem hat man in der Zeit der Gotik auch [[Statue]]n und [[Gemälde]] geschaffen, die gotische Züge haben. Dort sehen die [[Mensch]]en lebendiger, bewegter aus als noch in der [[Romanik]], die vor der Gotik kam.
+
Bei der Gotik denkt man vor allem an einen Baustil für [[Kirche]]n. Auf gotische Weise baute man aber auch zum Beispiel [[Burg]]en und [[Rathaus|Rathäuser]]. Außerdem schuf man in der Zeit der Gotik auch [[Statue]]n und [[Gemälde]], auch diese vor allem für Kirchen.  
  
Im 19. [[Jahrhundert]], also in den Jahren nach 1800, mochte man wieder die gotische Bauweise. Es entstand die Neogotik oder Neugotik. Damals hat man die berühmteste gotische Kirche [[Deutschland]]s zu Ende gebaut, den [[Kölner Dom]].
+
Im 19. [[Jahrhundert]], also in den Jahren nach 1800, mochte man wieder die gotische Bauweise. So entstand die Neogotik oder Neugotik. In diesem Stil baute man auch gern Schulen und Privathäuser. An ihnen sieht man oft treppenförmige Giebel. Damals baute man auch die berühmteste gotische Kirche Deutschlands zu Ende, den [[Kölner Dom]].
 +
 
 +
Der Name „Gotik“ entstand durch ein Missverständnis. Die Goten waren ein [[Germanen|germanisches]] [[Volk]]. Sie bildeten mehrere Reiche in [[Europa|Südeuropa]], die aber schon lange vor dem Mittelalter untergingen. Sie hatten eine eigene gotische [[Sprache]] und gotische [[Schrift]]. Aber mit der späteren gotischen Kunst haben sie nichts zu tun. Denn der Name „Gotik“ wurde zum ersten Mal um 1550 von einem [[Italien]]er gebraucht, der von den Goten keine Ahnung hatte. Aber mit dem [[Wort]] „gotisch“ wollte er die deutsche Kunst als grob und unmodern schlechtmachen.
 +
 
 +
Manche Leute sprechen von der gotischen [[Schrift]] und meinen damit eine sogenannte [[Deutsche Druckschrift|gebrochene Schrift]]. Inschriften aus gotischer Zeit sehen so ähnlich aus. Solche Schriftarten, zum Beispiel die [[Fraktur]], verwendet man heute noch, wenn man an alte Zeiten erinnern will.  
  
 
== Woran erkennt man gotische Bauwerke? ==
 
== Woran erkennt man gotische Bauwerke? ==
[[File:Bebenhausen Window.jpg|mini|Spitzbogenfenster mit Maßwerk im Kloster Bebenhausen. Die drei- und vierblättrigen Blütenformen nennt man Dreipass und Vierpass. Sie kommen in der Gotik auch an einfacheren Bauten ganz häufig vor.]]
+
[[File:Cloître des récollets (Saverne) 04.jpg|mini|[[Fenster|Dies ist ein Spitzbogenfenster]] mit Maßwerk in einem [[Kloster]]. Die vierblättrigen [[Blüte]]nformen nennt man Vierpass. Mit drei [[Blätter]]n nennt man sie Dreipass. Sie kommen in der Gotik auch an einfacheren Bauten häufig vor.]]
Den gotischen Stil kann man besonders gut an den großen Kirchen jener Zeit erkennen. Sie haben weite Fensteröffnungen in Form von Spitzbogen. Die Glasfenster selbst zeigen oft farbige, durchscheinende Bilder, die wie ein [[Puzzle]] aus vielen farbigen oder bemalten Glasstückchen zusammengesetzt sind. Damit sie nicht vom Wind eingedrückt werden, sind sie noch von mehreren Spitzbogen und anderen Formen unterteilt. Diese Gliederung nennt man Maßwerk.
+
Den gotischen Stil kann man besonders gut an den großen [[Kirche]]n jener Zeit erkennen. Weite Fensteröffnungen in der Form von Spitzbogen bringen Licht in das Innere. Die Glasfenster selbst zeigen oft [[Farbe|farbige]], durchscheinende Bilder. Sie sind wie ein [[Puzzle]] aus vielen farbigen oder bemalten [[Glas]]stückchen zusammengesetzt. Damit sie nicht vom [[Wind]] eingedrückt werden, sind sie von mehreren Spitzbogen und anderen Formen unterteilt. Diese Gliederung nennt man Maßwerk.  
Statt flacher Decken haben die gotischen Kirchen Gewölbe. Diese sind aus gemauerten, leicht gebogenen Dreiecken zusammengesetzt, die von den dazwischen verlaufenden Rippen gehalten werden. Seitlich laufen diese Rippen auf die Säulen oder Pfeiler zu und werden dort bis zum Boden verlängert. So kann man gut erkennen, wie die unteren Teile die oberen abstützen. Ganz Ähnliches kann man beobachten, wenn man von draussen auf die Kirche schaut. Würden die Wände  nicht durch Stützen gehalten werden, drückte das Gewicht von Dach und Gewölbe die Mauern zur Seite weg. Dann würde der ganze Bau zusammenbrechen. Das verhindern die dagegen haltenden senkrechten Strebepfeiler und schrägen Strebebögen.
 
Bei einfachen Kirchen und Häusern sind von den beschriebenen Merkmalen oft nur Spitzbogenfenster und Strebepfeiler vorhanden.
 
  
== Was haben die Goten mit der Gotik zu tun? ==
+
Gotische Kirchen haben Gewölbe anstelle von flachen Decken. Diese sind aus gemauerten, leicht gebogenen [[Dreieck]]en zusammengesetzt. Dazwischen verlaufen Rippen, die die Dreiecke tragen. Seitlich laufen diese Rippen auf die Säulen oder Pfeiler zu und werden dort bis zum Boden verlängert. So kann man gut erkennen, wie die unteren Teile die oberen abstützen.  
Die Goten waren ein germanisches Volk. Sie bildeten mehrere Reiche in Südeuropa, die aber schon vor dem Mittelalter untergingen. Sie hatten eine eigene gotische Sprache und gotische Schrift. Aber mit der späteren gotischen Kunst haben sie nichts zu tun. Denn der Name "Gotik" wurde erst um 1550 von einem Italiener erfunden, der von den Goten keine Ahnung hatte. Aber mit dem Wort "gotisch" wollte er die deutsche Kunst als grob und unmodern schlechtmachen.
 
  
== Was nennt man noch gotisch? ==
+
Ganz Ähnliches kann man beobachten, wenn man von draußen auf die Kirche blickt. Das Gewicht des Daches würde die Wände nach außen drücken. Damit dies nicht geschieht, gibt es draußen zusätzliche Stützen, die dagegenhalten: senkrechte Strebepfeiler und schräge Strebebögen.  
Lange Zeit dachten die Menschen bei dem Wort „gotisch“ an ein dunkles Mittelalter, an etwas Unheimliches. In der englischen Sprache kennt man zum Beispiel die „gothic novel“, die „gotische Erzählung“. Gemeint ist ein Schauerroman, eine Geschichte von unheimlichen Dingen wie Geistern oder Vampiren. Heute nennt man dies wohl eher eine [[Horror]]-Geschichte.
 
  
Manche Leute sagen gotische Schrift und meinen damit eine sogenannte [[Deutsche Druckschrift|gebrochene Schrift]]. Beispiele dafür sind die gotische Minuskel aus dem Mittelalter und die Fraktur aus der Zeit danach. Solche Schriftarten verwendet man heute noch, wenn man an alte Zeiten erinnern will. Streng genommen müsste eine gotische Schrift mit den alten Goten zu tun haben. Tatsächlich gibt es ein gotisches Alphabet aus dem frühen Mittelalter. Das hat aber nichts mit der Gotik als Baustil zu tun.
+
[[File:Chartres2006 077.jpg|mini|Frühgotik: Starr wie Säulen stehen seit seit dem Anfang der Gotik diese [[Bibel|biblischen]] Könige an der [[Kirche|Kathedrale]] von Chartres in [[Frankreich]].]]
 +
== Woran erkennt man gotische Bilder und Figuren? ==
 +
In der Gotik machten die [[Bildhauer]] nicht mehr nur flache Reliefs, sondern auch [[Statue]]n, die rundum modelliert sind. Ihr Stil änderte sich sehr im Lauf der gotischen Zeit. Am Anfang waren die Figuren noch wenig bewegt, ihre Haltung war steif und feierlich, die Gesichter schön, aber ernst und die Gewandfalten waren nur als Linien gemeißelt.
 +
 
 +
Schon bald entwickelte sich der gotische Stil weiter. Die Figuren bewegten sich eleganter, die Gesichter zeigten ein Lächeln, die Gewänder wurden in schwungvolle Kurven gelegt. Gefühle wurden ausgedrückt: Darum schaut [[Maria (Mutter von Jesus)|Maria]] das [[Jesus]]kind an und [[Jesus|Christus am Kreuz]] ist schmerzvoll leidend dargestellt.
 +
 
 +
In der Spätgotik stellten die Maler und [[Bildhauer]] nicht mehr nur Einzelfiguren in ihre Altäre. Sondern sie erzählten mit ihren gemalten und geschnitzten Bildern ganze Geschichten. Wie in den heutigen [[Comic]]s, aber ohne Sprechblasen. Doch es wurden im Mittelalter fast nur Geschichten aus der [[Bibel]] und von [[Heiliger|Heiligen]] dargestellt.  
  
 
<gallery>
 
<gallery>
Datei:Eglise des Jacobins toulouse.jpg|In der Jakobiner-Kirche von Toulouse, in [[Frankreich]]. Die dunklen Linien an der Decke nennt man Rippen.
+
Datei:20121007_Beauvais_CathedralStPierre_DSC00756_PtrQs_a.jpg|Blick von unten senkrecht nach oben in das Gewölbe über dem Altarraum der Kathedrale in Beauvais (Frankreich). Weil die Rippen sich überkreuzen, nennt man das hier ein Kreuzrippengewölbe.
File:SaintVitusCathedralPrague.jpg|Im gotischen Veitsdom von [[Prag]]: Dank hoher Fenster kommt viel Licht in die Kirche.
+
File:Notre-Dame de Paris south facade, 28 April 2009.jpg|Rechts an der Kathedrale Notre-Dame in [[Paris]] erkennt man die senkrechten Strebepfeiler und die schrägen Strebebögen. Das riesige runde Fenster in der Mitte besteht aus Maßwerk und farbigen Scheiben
File:Tower Bridge seen from the south bank.jpg|Die [[Tower Bridge]] in [[London]] hat gotische Elemente.
+
File:Ange du sourire mai 2015.JPG|Hochgotik: Lächelnder [[Engel]] vom 1240 geschaffenen Westportal der Kathedrale in Reims
File:Oostende Sint-Petrus-en-Pauluskerk R02.jpg|Die neugotische Petrus-und-Paulus-Kirche steht in Oostende in [[Belgien]]. Sie wurde erst um das Jahr 1900 erbaut.
+
File:Horb Stiftskirche Horber Madonna.jpg|Der steinernen Madonna hat um das Jahr 1400 der [[Bildhauer]] ein elegant schwingendes Gewand gegeben.
File:Oak Hill Cottage cropped.jpg|Das Oak Hill Cottage steht in den USA. Bei dieser „Zimmermann-Gotik“ sieht man Spitzen und Verzierungen, wie man sie von der Gotik her kennt.
+
File:Kolumbanaltar.JPG|Spätgotik: Um 1455 malte Rogier van der Weyden die [[Heilige Drei Könige|Heiligen Drei Könige]] vor dem Jesuskind. Ganz genau hat er dabei auch alle Nebensachen wiedergegeben.
File:Notre-Dame de Paris south facade, 28 April 2009.jpg|Am Chor (rechts im Bild) der Kathedrale Notre-Dame in Paris erkennt man die senkrechten Strebepfeiler und die schrägen Strebebögen. Das riesige runde Fenster in der Mitte besteht aus Maßwerk und farbigen Scheiben.
+
School at Am Hulsberg 136 and 138 and Stader Straße, Bremen, Germany - 20110905.jpg|Neugotik: Ehemaliges Schulgebäude in Bremen, gebaut um 1880, ein Beispiel für ein einfaches Haus mit Treppengiebel.
 
</gallery>
 
</gallery>
 +
 
{{Artikel}}
 
{{Artikel}}
 
[[Kategorie:Sprache und Kultur]]
 
[[Kategorie:Sprache und Kultur]]

Version vom 25. Februar 2021, 09:09 Uhr

Die Kathedrale von Reims in Frankreich: So sieht die Gotik aus dem Mittelalter aus.

Gotik ist der Name eines Stils in der Kunst aus Europa. Die Zeit der Gotik begann im Mittelalter, sie folgte auf die Romanik. Die Gotik entstand seit dem Jahr 1140 im Norden Frankreichs. In Deutschland verbreitete sie sich aber erst Jahrzehnte später. Diese Kunstepoche endete hier spätestens um 1500, als der Stil der Renaissance auch in Deutschland beliebt wurde.

Bei der Gotik denkt man vor allem an einen Baustil für Kirchen. Auf gotische Weise baute man aber auch zum Beispiel Burgen und Rathäuser. Außerdem schuf man in der Zeit der Gotik auch Statuen und Gemälde, auch diese vor allem für Kirchen.

Im 19. Jahrhundert, also in den Jahren nach 1800, mochte man wieder die gotische Bauweise. So entstand die Neogotik oder Neugotik. In diesem Stil baute man auch gern Schulen und Privathäuser. An ihnen sieht man oft treppenförmige Giebel. Damals baute man auch die berühmteste gotische Kirche Deutschlands zu Ende, den Kölner Dom.

Der Name „Gotik“ entstand durch ein Missverständnis. Die Goten waren ein germanisches Volk. Sie bildeten mehrere Reiche in Südeuropa, die aber schon lange vor dem Mittelalter untergingen. Sie hatten eine eigene gotische Sprache und gotische Schrift. Aber mit der späteren gotischen Kunst haben sie nichts zu tun. Denn der Name „Gotik“ wurde zum ersten Mal um 1550 von einem Italiener gebraucht, der von den Goten keine Ahnung hatte. Aber mit dem Wort „gotisch“ wollte er die deutsche Kunst als grob und unmodern schlechtmachen.

Manche Leute sprechen von der gotischen Schrift und meinen damit eine sogenannte gebrochene Schrift. Inschriften aus gotischer Zeit sehen so ähnlich aus. Solche Schriftarten, zum Beispiel die Fraktur, verwendet man heute noch, wenn man an alte Zeiten erinnern will.

Woran erkennt man gotische Bauwerke?

Dies ist ein Spitzbogenfenster mit Maßwerk in einem Kloster. Die vierblättrigen Blütenformen nennt man Vierpass. Mit drei Blättern nennt man sie Dreipass. Sie kommen in der Gotik auch an einfacheren Bauten häufig vor.

Den gotischen Stil kann man besonders gut an den großen Kirchen jener Zeit erkennen. Weite Fensteröffnungen in der Form von Spitzbogen bringen Licht in das Innere. Die Glasfenster selbst zeigen oft farbige, durchscheinende Bilder. Sie sind wie ein Puzzle aus vielen farbigen oder bemalten Glasstückchen zusammengesetzt. Damit sie nicht vom Wind eingedrückt werden, sind sie von mehreren Spitzbogen und anderen Formen unterteilt. Diese Gliederung nennt man Maßwerk.

Gotische Kirchen haben Gewölbe anstelle von flachen Decken. Diese sind aus gemauerten, leicht gebogenen Dreiecken zusammengesetzt. Dazwischen verlaufen Rippen, die die Dreiecke tragen. Seitlich laufen diese Rippen auf die Säulen oder Pfeiler zu und werden dort bis zum Boden verlängert. So kann man gut erkennen, wie die unteren Teile die oberen abstützen.

Ganz Ähnliches kann man beobachten, wenn man von draußen auf die Kirche blickt. Das Gewicht des Daches würde die Wände nach außen drücken. Damit dies nicht geschieht, gibt es draußen zusätzliche Stützen, die dagegenhalten: senkrechte Strebepfeiler und schräge Strebebögen.

Frühgotik: Starr wie Säulen stehen seit seit dem Anfang der Gotik diese biblischen Könige an der Kathedrale von Chartres in Frankreich.

Woran erkennt man gotische Bilder und Figuren?

In der Gotik machten die Bildhauer nicht mehr nur flache Reliefs, sondern auch Statuen, die rundum modelliert sind. Ihr Stil änderte sich sehr im Lauf der gotischen Zeit. Am Anfang waren die Figuren noch wenig bewegt, ihre Haltung war steif und feierlich, die Gesichter schön, aber ernst und die Gewandfalten waren nur als Linien gemeißelt.

Schon bald entwickelte sich der gotische Stil weiter. Die Figuren bewegten sich eleganter, die Gesichter zeigten ein Lächeln, die Gewänder wurden in schwungvolle Kurven gelegt. Gefühle wurden ausgedrückt: Darum schaut Maria das Jesuskind an und Christus am Kreuz ist schmerzvoll leidend dargestellt.

In der Spätgotik stellten die Maler und Bildhauer nicht mehr nur Einzelfiguren in ihre Altäre. Sondern sie erzählten mit ihren gemalten und geschnitzten Bildern ganze Geschichten. Wie in den heutigen Comics, aber ohne Sprechblasen. Doch es wurden im Mittelalter fast nur Geschichten aus der Bibel und von Heiligen dargestellt.



Zu „Gotik“ gibt es auch weitere Such-Ergebnisse von Blinde Kuh und Frag Finn.

Das Klexikon ist wie eine Wikipedia für Kinder und Schüler. Das Wichtigste einfach erklärt, mit Definition, vielen Bildern und Karten in über 3000 Artikeln. Grundwissen kindgerecht, alles leicht verständlich und gut für Referate in der Schule.