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Föhr

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Das Wattenmeer bei Föhr

Föhr ist die zweitgrößte deutsche Nordsee-Insel. Sie liegt vor der Küste Schleswig-Holsteins. Zusammen mit Sylt, Amrum, Pellworm und der Halbinsel Nordstrand gehört sie zu den nordfriesischen Inseln. Der Dialekt, den die Menschen hier sprechen, heißt friesisch. Manche sprechen auch plattdeutsch. Föhr ist etwa zwölf Kilometer lang und acht Kilometer breit. Es gibt auf der Insel 16 Dörfer. Hier stehen noch viele reetgedeckte Friesenhäuser aus rotem Backstein. Reet ist eine Art Stroh oder Schilf. Besonders gut erhalten sind die alten Häuschen in den Orten Nieblum, Alkersum und Oevenum.

Föhr wird wegen der vielen Felder und Wiesen auch die grüne Insel genannt. Um hierher zu kommen, muss man eine Fähre nehmen. Sie fährt vom Festland aus eine halbe Stunde. Dann hat man Wyk erreicht, die Hauptstadt der Insel. Vor allem im Sommer kommen viele Urlaubsgäste wegen der Luft hierher. Das ist schon lange so. Bereits 1819 wurde Wyk zum ersten anerkannten Seebad an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste ernannt. Auch heute noch lassen sich die Menschen hier behandeln. Wer Probleme mit der Lunge oder dem Atmen hat, erholt sich bei einer Kur. Föhr liegt nah an Amrum. Bei Ebbe, also Niedrigwasser, kann man einen Spaziergang dorthin machen. Wer sich für das Wattenmmer interessiert, kann das Nationalpark-Haus und das Friesenmuseum in Wyk besuchen. Man erkennt es an den riesigen Walfischzähnen, die vor der Tür stehen.