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Europapokal

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Die Mannschaft von Ajax Amsterdam nach dem Sieg des Europapokal der Landesmeister im Jahr 1971. Im Finale schlugen sie die Mannschaft Panathinaikos aus Griechenland. Der jubelnde Mann ganz rechts ist Johann Cruyff

Europapokal ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Pokalwettbewerbe für Fußballvereine aus Europa. Bei einem Europapokal sollen die besten Mannschaften des Kontinents gegeneinander antreten. Wer einen Europapokal gewinnt bekommt viel Geld und Ruhm.

Der älteste Europapokal ist der Europapokal der Landesmeister, kurz Landesmeister-Pokal, der im Jahr 1955 das erste Mal gespielt wurde. Wie der Name schon sagt, nahmen dort die Mannschaften teil, die im Vorjahr Fußballmeister ihres Landes wurden. Später kamen noch der UEFA Cup und der Europapokal der Pokalsieger dazu. Zwischen 1955 und 1971 gab es den Messestädte-Pokal, mit dem man mehr Leute an Messen locken wollte.

Seit dem Jahr 1992 heißt der Landesmeister-Pokal UEFA Champions League, weil sich das international besser vermarkten lässt. Die Champions League wird auch etwas anders gespielt als der Landesmeister-Pokal. Den Europapokal der Pokalsieger gibt es seit dem Jahr 1999 nicht mehr. Die Sieger der nationalen Pokale spielen seit 2009 in der UEFA Europa League, dem vormaligen UEFA Cup.

Schon viele Mannschaften aus den verschiedensten Ländern konnten einen Europapokal gewinnen. Am erfolgreichsten waren Vereine aus Spanien. Hervorzuheben ist vor allem Real Madrid mit dreizehn Titeln in der UEFA Champions League. Der FC Bayern München ist der erfolgreichste deutsche Verein mit fünf Champions-League-Trophäen.

Wie werden die Wettbewerbe heute gespielt?

Ein Plakat, das für das Finale der Champions League 2018 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew wirbt. Auf dem Plakat sieht man auch den Sterneball, das Logo des Wettbewerbs

Die Champions League wird vom Verband UEFA ausgerichtet. Es ist ein Pokalwettbewerb mit 32 Mannschaften in acht Gruppen. Anders als beim Landesmeisterpokal nehmen nicht nur die Landesmeister des Vorjahres teil sondern auch zweit-, dritt- oder sogar viertplatzierte Mannschaften. Manche Ländern dürfen mehr Teilnehmer stellen als andere. Auch sind die Mannschaften der stärksten Landesligen automatisch dabei. Mannschaften aus schwächeren Ligen müssen erst eine Art Vorturnier bestreiten, die Qualifikation.

In der Vorrunde spielen die vier Vereine einer Gruppen jeweils zweimal gegeneinander. So kann jede Mannschaft einmal im eigenen Stadion spielen. Ein Sieg gibt drei Punkte, ein Unentschieden einen und eine Niederlage null. Mit den Punkten wird eine Gruppentabelle erstellt. Die beiden Mannschaften mit den meisten Punkten kommen weiter.

Unter den verbleibenden Teilnehmer werden nun Begegnungen ausgelost. Immer zwei Mannschaften spielen zwei mal gegeneinander. Wenn durch die Spiele kein Ergebnis zustande kommt, schaut man, welche Mannschaft in beiden Spielen mehr Tore gemacht hat. Der Sieger kommt eine Runde weiter. Am Schluss sind nur noch zwei Mannschaften übrig. Die spielen das Finale in einem großen, neutralen Stadion. Der Gewinner dieses Spiels ist dann für ein Jahr der Champions von Europa.

Die Europa League funktioniert gleich wie die Champions League. Allerdings gibt es 48 Teilnehmer und die Mannschaften sind etwas schwächer, weil nicht die Meister sondern je nach Land die zweit bis siebtplatzierten teilnehmen. Die Startplätze sind auch gerechter unter den Ländern verteilt, als in der Champions League. Darum hat es viele Mannschaften aus schwachen Ligen. Weil auch die Pokalsieger der jeweiligen Länder teilnehmen, kann es auch mal kommen, dass ein Zweitligist an der Europa League teilnimmt.

Die Drittplatzierten in den Gruppen der UEFA Champions League spielen später in der Europa League weiter. Die erfolgreichste Mannschaft in der Europa League ist der FC Sevilla mit fünf Pokalen.