Brügge

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Brügge ist eine Stadt im flämischen Teil von Belgien, in der Nähe der Nordsee. Auf Flämisch nennt man sie Brugge und auf Französisch Bruges. In Brügge leben rund 120.000 Menschen. Damit ist es eine der größten Städte des Landes. Die Stadt wird von zahlreichen Kanälen durchzogen. Deshalb nennt man sie auch „Venedig des Nordens“.

Die Stadt gibt es etwa seit dem 2. Jahrhundert nach Christus. Durch eine Sturmflut im Jahr 1134 entstand eine natürliche Verbindung zur Nordsee. Das ermöglichten es der Stadt zu einem wichtigen Ort für den Warenhandel auf See zu werden. Gehandelt wurde mit allem möglichen: Wein aus Frankreich, Gewürze aus Italien, Pelze aus Russland und vieles mehr. Wichtig war dabei die Familie Van der Beurse. Von ihr kommt auch der Ausdruck „Börse“ als Handelsplatz für Aktien.

Um das Jahr 1300 war Brügge eine der reichsten Städte Europas. Das lag nebst dem Warenhandel auch an edlen Textilien, die in der Stadt hergestellt wurden. Als im 18. Jahrhundert die Industrialisierung begann, verlor Brügge immer mehr an Bedeutung. Dafür waren nun andere Städte wichtig, in denen es viele Fabriken und Kohle gab.