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Biber: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein Biber ist ein [[Säugetier]], das oft im Süßwasser lebt, also in [[Fluss|Flüssen]] und [[See]]n. Diese Tiere findet man in [[Europa]] und [[Asien]], aber auch in [[Nordamerika]]. Früher waren sie in vielen Gebieten ausgerottet. Aber im 20. [[Jahrhundert]] fing man an, sie zu schützen und die Jagd zu verbieten.
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Ein Biber ist ein [[Säugetier]] und ein [[Nagetier]], das im Süßwasser oder am Ufer lebt, also in [[Fluss|Flüssen]] und [[See]]n. Da sie tagsüber schlafen, sieht man sie selten. Ihr Revier erkennt man an den spitzen Baumstümpfen: Da haben Biber mit ihren scharfen Zähnen Bäume gefällt und sich damit einen Damm gebaut.
  
Der [[Körper]] eines Bibers ist gut an das [[Wasser]] angepasst. An den Füßen hat er Schwimmhäute, sein langer breiter Schwanz dient ihm als Ruder. Voran kommt er, indem er mit den Hinterfüßen paddelt. Auf dem Land ist er nicht so schnell, daher bleibt er gern in der Nähe des Ufers.
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Biber sind gute Schwimmer. An den Füßen haben sie Schwimmhäute, ihr langer breiter Schwanz dient ihnen als Ruder. Sie kommen voran, indem sie mit den Hinterfüßen paddeln und können 20 Minuten lang unter Wasser bleiben. Auf dem Land sind sie nicht so schnell, daher bleiben sie gern in der Nähe des Ufers.
  
Biber sind auch [[Nagetier]]e. Sie haben scharfe [[Zahn|Zähne]], die sich zwar abnutzen, aber nachwachsen. So können Biber [[Baum|Bäume]] fällen. Mit den Stämmen bauen sie [[Deich|Dämme]]. Auf diese Weise stauen sie das Wasser eines Flusses, und ein See entsteht. Außerdem fressen sie Zweige, Blätter und Rinden von Bäumen. Auch ansonsten fressen sie nur [[Pflanze]]n, zum Beispiel Kräuter, Gräser oder Pflanzen im Wasser.
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==Wie leben Biber?==
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[[Datei:Beaver Dam - Tierra del Fuego National Park, Argentina.jpg|mini|Biberdämme können ganz schön groß werden und ganze Felder unter Wasser setzen.]]
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[[Datei:American Beaver, tree cutting.jpg|mini|Dieser Biber fällt gerade einen [[Baum]].]]
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[[Datei:Biber-Biss.JPG|mini|Meist findet man nur die Spuren von Bibern.]]
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Ein Biberpaar bleibt ein Leben lang zusammen. Sie legen sich in ihrem Revier mehrere Wohnbaue an. Das ist ein rundes Loch in der [[Erdboden|Erde]] oder ein Raum in den Ästen. Ein solcher ist eine Biberburg. Der Wohnraum liegt immer über dem Wasserpegel, der Zugang jedoch liegt unter Wasser. Das tun die Biber, um sich und ihre Jungtiere zu schützen.
  
Eine Biberfamilie lebt in einem Bau, einer [[Burg]] aus Stöcken. Den baut er in die Mitte des Sees, damit andere Tiere ihn nicht so leicht angreifen können. Solche Feinde sind [[Bär]]en oder [[Wolf|Wölfe]], heutzutage auch [[Hund|Hunde]].
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Die Biber bauen [[Deich|Dämme]], so dass ein [[See]] entsteht, damit die Zugänge zu ihren Wohnbauten immer unter Wasser bleiben. Dazu fällen sie Bäume mit ihren scharfen [[Zahn|Zähnen]]. Die nutzen sich zwar ab, wachsen aber wieder nach. Die Rinde fressen sie. Außerdem fressen sie Zweige, Blätter und Rinden von Bäumen. Auch ansonsten fressen sie nur [[Pflanze]]n, zum Beispiel Kräuter, Gräser oder Pflanzen im Wasser.
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Biber sind in der Nacht und in der Dämmerung aktiv, tagsüber schlafen sie. Sie halten keinen Winterschlaf, sondern suchen auch dann ihre Nahrung. Ein Vorrat an Ästen im Wasser vor dem Eingang dient ihnen als Vorrat für Zeiten, wenn das Wasser gefroren ist.
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In der Biberburg lebt das Elternpaar mit ihren Jungtieren aus dem Vorjahr. Die Eltern [[Sexualität|paaren]] sich jeweils etwa im Februar, im Mai kommen etwa vier Jungtiere zur Welt. Während etwa zwei Monaten säugt sie die Mutter mit ihrer [[Milch]]. Mit etwa drei Jahren sind sie selber [[Fortpflanzung|geschlechtsreif]]. Die Eltern vertreiben sie dann aus ihrem Revier. Im Mittel wandern sie etwa 25 [[Meter|Kilometer]] weit, bevor sie eine neue Familie gründen ein eigenes Revier beanspruchen.
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==Sind Biber gefährdet?==
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[[Datei:Beaver on Des Lacs Refuge (6260727734).jpg|mini|Das Fett im Fell schützt die Biber vor Kälte.]]
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Biber findet man in [[Europa]] und [[Asien]], aber auch in [[Nordamerika]]. Ihre natürlichen Feinde sind [[Bär]]en, [[Luchs]]e und Pumas. Bären und Luchse gibt es bei uns nur wenige, dafür immer mehr wildernde [[Hund|Hunde]], die auch Biber jagen.
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Die größte Gefahr für die Biber ist aber der Mensch: Lange Zeit jagte er die Biber um sie zu essen oder um ihr Fell zu nutzen. Er wollte sie sogar ausrotten, weil sie mit ihren Dämmen ganze Felder unter Wasser setzten. Am Ende des 19. [[Jahrhundert]]s gab es in Europa nur noch etwa 1.000 Biber.
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Im 20. [[Jahrhundert]] fing man an, die Jagd zu verbieten und die Biber zu schützen. Seither verbreiten sie sich tatsächlich wieder. Ihre Schwierigkeit ist allerdings, natürliche Bäche zu finden, an denen sie ungestört leben und ihre Dämme errichten können.
  
 
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Version vom 27. März 2017, 21:07 Uhr

Ein Biber aus Nordamerika

Ein Biber ist ein Säugetier und ein Nagetier, das im Süßwasser oder am Ufer lebt, also in Flüssen und Seen. Da sie tagsüber schlafen, sieht man sie selten. Ihr Revier erkennt man an den spitzen Baumstümpfen: Da haben Biber mit ihren scharfen Zähnen Bäume gefällt und sich damit einen Damm gebaut.

Biber sind gute Schwimmer. An den Füßen haben sie Schwimmhäute, ihr langer breiter Schwanz dient ihnen als Ruder. Sie kommen voran, indem sie mit den Hinterfüßen paddeln und können 20 Minuten lang unter Wasser bleiben. Auf dem Land sind sie nicht so schnell, daher bleiben sie gern in der Nähe des Ufers.

Wie leben Biber?

Biberdämme können ganz schön groß werden und ganze Felder unter Wasser setzen.
Dieser Biber fällt gerade einen Baum.
Meist findet man nur die Spuren von Bibern.

Ein Biberpaar bleibt ein Leben lang zusammen. Sie legen sich in ihrem Revier mehrere Wohnbaue an. Das ist ein rundes Loch in der Erde oder ein Raum in den Ästen. Ein solcher ist eine Biberburg. Der Wohnraum liegt immer über dem Wasserpegel, der Zugang jedoch liegt unter Wasser. Das tun die Biber, um sich und ihre Jungtiere zu schützen.

Die Biber bauen Dämme, so dass ein See entsteht, damit die Zugänge zu ihren Wohnbauten immer unter Wasser bleiben. Dazu fällen sie Bäume mit ihren scharfen Zähnen. Die nutzen sich zwar ab, wachsen aber wieder nach. Die Rinde fressen sie. Außerdem fressen sie Zweige, Blätter und Rinden von Bäumen. Auch ansonsten fressen sie nur Pflanzen, zum Beispiel Kräuter, Gräser oder Pflanzen im Wasser.

Biber sind in der Nacht und in der Dämmerung aktiv, tagsüber schlafen sie. Sie halten keinen Winterschlaf, sondern suchen auch dann ihre Nahrung. Ein Vorrat an Ästen im Wasser vor dem Eingang dient ihnen als Vorrat für Zeiten, wenn das Wasser gefroren ist.

In der Biberburg lebt das Elternpaar mit ihren Jungtieren aus dem Vorjahr. Die Eltern paaren sich jeweils etwa im Februar, im Mai kommen etwa vier Jungtiere zur Welt. Während etwa zwei Monaten säugt sie die Mutter mit ihrer Milch. Mit etwa drei Jahren sind sie selber geschlechtsreif. Die Eltern vertreiben sie dann aus ihrem Revier. Im Mittel wandern sie etwa 25 Kilometer weit, bevor sie eine neue Familie gründen ein eigenes Revier beanspruchen.

Sind Biber gefährdet?

Das Fett im Fell schützt die Biber vor Kälte.

Biber findet man in Europa und Asien, aber auch in Nordamerika. Ihre natürlichen Feinde sind Bären, Luchse und Pumas. Bären und Luchse gibt es bei uns nur wenige, dafür immer mehr wildernde Hunde, die auch Biber jagen.

Die größte Gefahr für die Biber ist aber der Mensch: Lange Zeit jagte er die Biber um sie zu essen oder um ihr Fell zu nutzen. Er wollte sie sogar ausrotten, weil sie mit ihren Dämmen ganze Felder unter Wasser setzten. Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Europa nur noch etwa 1.000 Biber.

Im 20. Jahrhundert fing man an, die Jagd zu verbieten und die Biber zu schützen. Seither verbreiten sie sich tatsächlich wieder. Ihre Schwierigkeit ist allerdings, natürliche Bäche zu finden, an denen sie ungestört leben und ihre Dämme errichten können.

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