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Schieloperation: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 19. Dezember 2014, 15:27 Uhr

Eine Schieloperation ist eine medizinische Methode, das auffällige Schielen eines Auges sehr stark zu verkleinern oder sogar zu beseitigen. Dabei muss ein Augenmuskel (manchmal auch mehrere) auf eine bestimmte Art und Weise geschwächt oder gestärkt werden. Das funktioniert aber weder mit Arzneimitteln (also Tropfen, Tabletten, Salben oder ähnlichem), noch mit Spritzen, Massagen oder Training. Um eine Schieloperation durchzuführen, muss der Augenarzt deshalb mit einem sehr scharfen Messer an einer ganz bestimmten Stelle einen kleinen Schnitt am Auge durchführen, um an den betroffenen Augenmuskel zu gelangen, der geschwächt oder gestärkt werden soll.

Wenn man das Auge mit einer feinen Pinzette in die entsprechende Richtung dreht und dann ein bisschen von der Bindehaut entfernt, die die "äusseren" Augenmuskeln bedeckt, kann man jeden dieser Muskeln ganz leicht erreichen. Sie sind wie kleine Gummibänder mit dem Augapfel verwachsen. Je nach dem, in welche Richtung das Auge schielt, wird nun der betroffene Muskel mit einer speziellen Schere vom Augapfel abgetrennt und an einer anderen Stelle am Auge mit besonderen Fäden, die sich nach einiger Zeit von selbst auflösen, wieder angenäht. Dadurch wird seine Kraft, mit der er am Augapfel zieht, entweder stärker oder schwächer, und das Auge steht wieder gerade. Nicht selten muss auch mehr als ein Muskel auf diese Weise "operiert" werden, weil einfach mehrere von ihnen aus dem Gleichgewicht geraten sind. Vor einer Operation werden deshalb auch sehr viele Untersuchungen gemacht. Man stellt dabei genau fest, wie groß das Schielen ist, und an welcher neuen Stelle der oder die Muskeln am Augapfel wieder befestigt werden müssen, damit das Schielen später nicht mehr - oder nur noch ganz wenig - vorhanden ist.

Bevor ein Augenmuskel vom Augapfel abgetrennt wird, muss der Augenarzt ihn mit einem speziellen Werkzeug, einem sogenannten Schielhaken, leicht anheben, damit er nicht versehentlich das Auge selbst verletzt, wenn er den Muskel mit einer kleinen Schere durchtrennt. Ausserdem muss der Muskel mit einem ganz dünnen Faden festgehalten werden, damit er nicht nach hinten in die Augenhöhle rutscht. Sobald der Muskel aber wieder am Auge festgenäht ist, wird dieser "Haltefaden" entfernt.

Operationen an den Augenmuskeln führt man auch bei einer anderen Kranheit durch, dem Augenzittern, oder medizinisch ausgedrückt, dem Nystagmus. Dann spricht man aber nicht von einer Schieloperation, sondern von einer sogenannten Nystagmusoperation.

Wenn der oder die Muskeln nun an einer neuen Stelle am Augapfel befestigt worden sind, deckt man die zuvor entfernte Bindehaut wieder darüber und näht den kleinen Schnitt, der am Anfang der Schieloperation gemacht worden ist, mit ganz dünnen Fäden wieder zu. Dann kommt etwas Salbe auf diese Stelle, und zum Schluß erhält das operierte Auge noch einen Verband, damit es gut geschützt ist und verheilen kann.

Vor einer Schieloperation wird der Patient immer betäubt, damit er keinerlei Schmerzen verspürt. Oft ist die Betäubung so stark, dass sie schlafen und überhaupt nichts von der Operation mitbekommen. Immerhin dauert so eine Operation zwischen zehn Minuten und einer Stunde, manchmal sogar länger.

Übrigens muss der Patient auch nach einer Schieloperation eine Brille tragen.