Willkommen auf Klexikon.de: Wir sind seit fünf Jahren für euch da - als erste und größte "Wikipedia für Kinder".

Barack Obama

Aus Klexikon - Das Freie Kinderlexikon
Version vom 22. Februar 2015, 23:37 Uhr von Patrick Kenel (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Barack Obama in seinem Büro im Weißen Haus.

Barack Obama ist seit sechs Jahren Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und damit einer der mächtigsten Menschen auf der Welt. Er wurde 1961 als Sohn eines Einwanderers aus dem Osten Afrikas und einer weißen Amerikanerin geboren. Obama ist der erste amerikanische Präsident mit dunkler Hautfarbe. Seine 43 Vorgänger seit 1789 waren alle weiß und stammten einzig von europäischen Einwanderern ab.

Der Präsident wohnt mit seiner Ehefrau Michelle und seinen Töchtern Malia und Sasha im Weißen Haus, dem Regierungsgebäude in Washington, der Hauptstadt der USA. Er ist nicht nur Staatsoberhaupt, sondern hat große Machtbefugnisse, welche ihm die Verfassung zugesteht. Zusammen mit dem Vizepräsidenten Joe Biden steht er der amerikanischen Bundesregierung, dem Kabinett, vor. Zudem ist er der oberste Befehlshaber der Armee.

Wie wurde Obama zum Präsidenten?

Geboren wurde Barack Obama in Honolulu im Bundesstaat Hawaii, einer Inselkette im Pazifischen Ozean. Er wuchs bei seiner Mutter auf und lebte an verschiedenen Orten in den USA sowie im Ausland. Erst studierte er Politikwissenschaften, später Recht. Danach arbeitete er als Jurist in Chicago. 1996 wurde Obama als Abgeordneter der Demokratischen Partei in den Senat von Illinois gewählt. Illinois ist der Bundesstaat, in dem die Großstadt Chicago liegt.

2004 wurde Obama einer von zwei Senatoren, welche Illinois im Parlament in Washington vertreten. Da wurde er erstmals im ganzen Land bekannt, so dass er sich entschied, vier Jahre später in der Präsidentschaftswahl zu kandidieren. Um bekannt noch bekannter zu werden, schrieb Obama Bücher und führte einen Wahlkampf im Internet sowie mit vielen wichtigen Reden im ganzen Land. Er musste im Jahr 2008 zuerst gegen Herausforderer in seiner eigenen Partei antreten, dann gegen den Kandidaten der Republikanischen Partei, John McCain. Bei den Wahlen holte er mehr Stimmen als McCain. Viele Wähler, besonders aus Stadtgebieten sowie aus der schwarzen und der spanischsprachigen Bevölkerung, setzten viel Hoffnung auf Obama. Somit wurde er im Januar 2009 Nachfolger von Präsident George W. Bush, welcher der Republikanischen Partei angehört.

Was hat er als Präsident gemacht?

Als Präsident wollte Obama die unter Bush begonnenen Kriege in Afghanistan und Irak rasch beenden. Dieses Versprechen war aber sehr schwer einzuhalten, denn in der Region dieser islamischen Länder herrscht sehr viel politische Unruhe. Obama selbst musste militärisch in Konflikte dort eingreifen statt wie erhofft Frieden zu stiften. Die Amerikaner fürchten sich vor Terroranschlägen von islamistischen Extremisten, welche die USA im Jahr 2001 schon einmal schwer getroffen haben. In den USA setzte er sich zum Ziel, dass alle Menschen eine Krankenversicherung erhalten und weniger Ungleichheit in der Bevölkerung herrschen sollte. In diesem Bereich war der Präsident erfolgreicher, auch wenn sich das riesige Land in seiner Amtszeit nur schwer von einer Wirtschaftskrise erholte.

Bei der Präsidentschaftswahl 2012 trat er als Amtsinhaber wieder an und wurde erneut gewählt. Obama erhielt im Rennen gegen seinen republikanischen Gegenkandidaten Mitt Romney wiederum viel Unterstützung von Wählern aus der nicht-weißen Bevölkerung. Das Wahlergebnis fiel jedoch etwas enger aus als vier Jahre zuvor.

Als Präsident hat Barack Obama viele Auszeichnungen erhalten. Dazu gehört auch der Friedensnobelpreis, der ihm 2009 für seine Friedensbereitschaft und Diplomatie verliehen wurde. Kritiker fanden, Obama habe diesen wichtigen Preis nicht verdient oder dass er ihn zu früh erhalten habe.