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Augustus

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So soll Augustus etwa ausgesehen haben. Diese Büste steht in einem Museum in München.

Augustus war ein römischer Politiker und Heerführer. Er war der erste Kaiser des römischen Reiches. Sein echter Name war eigentlich "Gaius Octavius", später nannte man ihn auch "Octavianus". Erst als Kaiser bekam er den Beinamen Augustus, der soviel wie "der Erhabene" bedeutet. Wissenschaftler nennen ihn auch oft "Oktavian", wenn sie über ihn vor seiner Kaiserzeit reden.

Augustus wurde im Jahr 63 vor Christus geboren. Seine Familie gehörte dem römischen Ritterstand an, das war die zweitoberste Schicht nach dem Senatorenstand. Der junge Oktavius begann eine Laufbahn als römischer Beamter. Damit stieg er in den Stand der Senatoren auf. Bei seinem politischen Aufstieg half ihm, dass er mit Julius Cäsar, einem der wichtigsten römischen Politiker seiner Zeit verwandt war. Schließlich nahm Cäsar ihn sogar als Erben an.

Nach Cäsars Ermordung im Jahr 44 vor Christus brach eine Zeit der Unruhen aus, weil Cäsars Diktatur gestürzt war und niemand wusste, wer jetzt eigentlich das Sagen im Reich hatte. 43 vor Christus gründete Oktavian mit Cäsars ehemaligem Freund Marcus Antonius und dem Soldatenführer Lepidus ein Triumvirat, das Rom regieren sollte. Triumvirat bedeutet so viel wie "Drei Männer". Während dieser Zeit wurden viele politische Gegner des Triumvirats umgebracht.

Oktavian genügte das aber nicht: Als Erbe Cäsars wollte er Alleinherrscher des Reiches werden. Seine politischen Gegner räumte er dabei wie schon zur Triumviratszeit rücksichtslos aus dem Weg. Nachdem er Lepidus beseitigt hatte, erklärte er zuletzt auch Antonius und seine Frau Kleopatra zu Staatsfeinden. In einem Bürgerkrieg eroberte er viele von Antonius kontrollierte Gebiete. In der Seeschlacht von Actium im Jahr 31 vor Christus schlug der das Heer von Antonius vernichtend.

Als Oktavians Truppen ein Jahr später Kleopatras Königreich Ägypten einnahm, nahmen sich Kleopatra und Antonius das Leben. 27 vor Christus ließ sich Oktavian zum Kaiser krönen. Damit war die Zeit der Republik, als die sich das Römische Reich bis dahin verstanden hatte, vorbei. Während seiner Amtszeit machte er der langen Zeit, in der es viele Kriege gegeben hatte, ein Ende. Dieser Frieden wurde als "Pax Augusta" also Augustinischer Frieden bekannt.

Außerdem gelang es ihm, die Grenze des Römischen Reiches bis an die Donau auszudehnen. Im Jahr 9 nach Christus verloren seine Truppen aber die legendäre "Schlacht im Teutoburger Wald" gegen die Germanen. Augustus starb im Jahr 14 nach Christus.