Alpen

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Das Matterhorn in der Schweiz ist einer der bekanntesten Berge.
Der Ort St. Bartholomä liegt am Königssee in Bayern.

Die Alpen sind ein Gebirge in Europa. Sie liegen im Westen Mitteleuropas und trennen den Norden Europas vom Süden. Sie beginnen fast am Mittelmeer in Frankreich und Italien. In einem Bogen erstrecken sie sich bis nach Ungarn hin. In den Alpen liegen die höchsten Berge Europas, wenn man vom Berg Elbrus im Kaukasus absieht, den nicht jeder zu Europa zählt. Der höchste Berg der Alpen ist der Mont Blanc auf der Grenze zwischen Frankreich und Italien.

Weitere Länder, die zum Teil in den Alpen liegen, sind Deutschland und Slowenien sowie die Schweiz und Österreich. Die letzten beiden nennt man oft „Alpenrepubliken“. Hinzu kommt das kleine Fürstentum Liechtenstein zwischen ihnen.

Die Alpen sind entstanden, weil sich die Kontinente Afrika und Europa seit vielen Millionen Jahren gegeneinander schieben. Dabei werden die Berge immer höher gedrückt. An einigen Stellen kann man in den Bergen Versteinerungen von Muscheln und anderen Meerestieren finden. Das Land dort lag nämlich früher unter dem Meer, bevor es nach oben gedrückt wurde.

Wie sieht es in den Alpen aus?

Der Ochsentaler Gletscher in Vorarlberg, Österreich

Je höher der Berg, desto kälter wird es: Auf vielen Bergen der Alpen liegt das ganze Jahr über Schnee und Eis. Wenn Schnee und Eis sehr lange liegen, werden sie immer fester und bilden einen Fluss aus Eis, den man Gletscher nennt. Es kann manchmal viele Jahre dauern, bis das Eis das Ende des Gletschers erreicht und schließlich schmilzt. Aus dem Wasser des Gletschers entstehen Seen, Bäche und Flüsse. Auch der Rhein, die Rhone, der Po in Italien und einige Nebenflüsse der Donau kommen aus den Alpen. Die Gletscher werden kleiner, weil das Klima auf der Erde wärmer wird.

Unterhalb von Schnee und Eis wachsen, je tiefer man kommt, immer mehr Pflanzen. Erst wenige Kräuter, dann kommen Wiesen, Nadelbäume, wie Fichten, Lärchen und Tannen und schließlich auch Laubbäume. Bekannte Blumen sind der Enzian und das Edelweiß. Bekannte Tiere sind die Gämse, der Steinbock, das Alpenmurmeltier, der Wolf, der Braunbär und der Steinadler.

Wovon leben die Menschen in den Alpen?

Der Enzian ist eine bekannte und geschützte Blume aus den Alpen. Im Hintergrund sieht man das 4161 Meter hohe Breithorn, einen Schweizer Berg.

Früher lebten die Menschen hier hauptsächlich von Kühen, Schafen und Ziegen, die sie auf den Wiesen in den Bergen weiden ließen. Diese Wiesen nennt man in der Schweiz „Alpen“, in Deutschland und Österreich „Almen“. Aus der Milch stellte man Butter und Käse her. Ferner fällte man Bäume und verarbeitete das Holz oder ließ es auf den Bächen und Flüssen herab schwimmen, um es dort zu verkaufen.

Als es noch keine Autos oder Eisenbahn gab, benutzte man Pferde und Maultiere, um Waren über die Berge zu bringen, zum Beispiel von Italien nach Deutschland. Eine sehr wichtige Handelsware war Salz, das man in einigen Teilen der Alpen in Bergwerken abbaut. Dieses Salz stammt, wie die versteinerten Muscheln, aus den Meeren, die früher mal hier das Land bedeckten. Salz wird noch heute in den Alpen aus dem Berg geholt.

Die Alpwirtschaft ist heute noch wichtig. Die Bauern können davon allein allerdings nicht mehr leben. Der Staat gibt ihnen zusätzlich Geld, damit sie überhaupt leben können. Dafür pflegen sie die Weiden, denn ohne Tiere würden sie zu Wald oder Buschland werden.

Der Transport durch die Alpen ist heute mindestens so wichtig wie früher. Allerdings findet er mit Autos und Lastwagen oder mit der Eisenbahn statt. Viele Leute finden Arbeit im Straßenbau und im Unterhalt, auf Autobahnraststätten oder bei der Bahn.

Die Landschaft in den Bergen zieht viele Urlauber an: zum Wandern, Bergsteigen oder zum Wintersport. Daher wurde der Tourismus für die Bewohner der Alpen immer wichtiger, um Geld zu verdienen. Nicht nur Bergbahnen, sondern auch Hotels und Ferienwohnungen bringen viele Arbeitsplätze.




Zu „Alpen“ gibt es auch einen Artikel für Lese-Anfänger auf MiniKlexikon.de und weitere Such-Ergebnisse von Blinde Kuh und Frag Finn.

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